Amthor: Auf Personaldiskussionen liegt kein Segen
Der Staatsminister im Kanzleramt, Philipp Amthor (CDU), hat nach dem Wahldebakel seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern ein Ende der internen Debatten über Kanzler Friedrich Merz (CDU) angemahnt. Es sei zu konzedieren, "dass die schwierigen Personaldiskussionen auch der letzten Wochen natürlich den Wahlkampf sehr stark überlagert haben", sagte Amthor im ZDF mit Blick auf die Bundesebene. "Deswegen ist es gut und richtig, dass diese Personaldiskussionen jetzt nicht fortgesetzt werden. Auf ihnen liegt kein Segen."
Merz hatte in einem Statement in Berlin deutlich gemacht, dass er trotz der Einbußen seiner Partei bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im Amt bleiben und den Reformkurs der Bundesregierung fortsetzen will.
Der aus MV stammende Amthor sagte, für die CDU sei es "eine historische Niederlage" in Mecklenburg-Vorpommern, das die Partei lange geprägt habe. Er betonte, es gebe eine sehr klare Haltung der gesamten Landespartei, was die Abgrenzung zur AfD angehe. "Ich bin sehr dankbar, dass dort auch alle die Nerven behalten haben und nicht falsche Rückschlüsse gezogen haben." Einzelne Stimmen hätten versucht, diesen Kurs zu relativieren. Dies habe aber eher dazu beigetragen, dass es noch mehr Verunsicherung bei den Wählerinnen und Wählern gegeben habe./sam/DP/zb
AXC0124 2026-09-20/19:31