RBI weist Leerverkäufer-Kritik zurück / Laut Reuters belastet ein kritischer Berichts des Leerverkäufers Grizzly Research zur russischen RBI-Tochterbank - Bank weist Vorwürfe zurück, prüft rechtliche Schritte
Ein kritischer Bericht des Leerverkäufers Grizzly Research hat am Donnerstag bei Raiffeisen Bank International (RBI) zu massiven Kursverlusten geführt. Die Aktien der Bank verloren am Vormittag bis zu 9,5 Prozent, bis Börsenschluss erholte sich die Aktie etwas und schloss mit einem Minus von rund 6 Prozent. Grizzly Research wirft der RBI laut der Nachrichtenagentur Reuters Fehlverhalten im Zusammenhang mit ihrer russischen Tochterbank AO Raiffeisenbank vor.
Die RBI weist die darin enthaltenen Vorwürfe "mit aller Entschiedenheit zurück", wie die Bank Donnerstagabend mitteilte. Man erwäge, rechtliche Schritte gegen den Verfasser einzuleiten. So enthalte der Bericht mehrere sachliche Fehler, merkte die Bank an. Es werde in dem Bericht unter anderem behauptet, dass die AO Raiffeisenbank Kunden vor deren Einstufung als sanktionierte Einheiten gekündigt oder gesperrt hatte. Weiters würden Unternehmen in dem Bericht genannt, die niemals Kunden der RBI oder der AO Raiffeisenbank waren.
Eine Wette auf fallende Kurse
"Viele der Fehler und falschen Annahmen im Bericht hätten vermieden werden können, hätten die Autoren in gutem Glauben gehandelt und sich mit ihren Fragen an die RBI gewandt", teilte die Bank darüber hinaus mit.
Grizzly Research ist ein sogenannter Shortseller, der mit Leerverkäufen auf fallende Kurse eines Wertpapiers wettet. Die Autoren des Berichts fordern unter anderem die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), die Europäische Zentralbank (EZB) und das US-Finanzministerium auf, eine formelle Untersuchung einzuleiten.
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