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Heftige Gefechte nahe Meerenge Bab al-Mandab im Jemen

Die Kämpfe zwischen Huthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung im Jemen gehen unvermindert weiter. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Militärkreisen im Umfeld der Regierungstruppen erfuhr, konzentrierten sich die Gefechte seit der Nacht auf den Westen der Provinz Tais, nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Die bergige Provinz ist von strategischer Bedeutung für die Beherrschung der Küste, die von den Huthi-Rebellen kürzlich erobert wurde.

Demnach gelang es der Regierung - unter anderem mit Hilfe von Luftschlägen - das Vorrücken der Huthi an zwei Fronten zu verhindern. Dabei seien Dutzende Rebellen getötet oder verwundet worden. Eine Huthi-Drohne sei nahe der Meerenge abgeschossen worden, hieß es weiter.

Huthi-Medien berichteten von Luftangriffen durch saudische Kampfflugzeuge in den Provinzen Tais und Haddscha. Demnach wurden unter anderem Sendemasten angegriffen. Die Angaben beider Seiten konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

125.000 Menschen mussten bereits fliehen

In der Region Tais mussten nach Schätzungen der Regierung 67.000 Menschen wegen der Kämpfe aus ihren Häusern fliehen. Insgesamt wird von mehr als 125.000 Menschen ausgegangen, die seit Beginn des Monats durch die Kämpfe in die Flucht getrieben wurden.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien./cmy/DP/stk

AXC0115 2026-09-17/10:46

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