ROUNDUP: Boeing erwartet weitere Verzögerungen bei 777X - Aktie rutscht ab
Der US-Flugzeugbauer Boeing
An den Turbinen vom Typ GE9X hatten sich bestimmte Dichtungen als
nicht haltbar genug herausgestellt. Laut einem Sprecher von GE
Aerospace
Die Boeing-Aktie reagierte im späten US-Handel mit einem Kursrutsch auf die Neuigkeiten und ging am Mittwoch mit einem Minus von 3,7 Prozent aus dem Tag. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag ging es für das Papier aber wieder ein Stück aufwärts.
Allerdings dämpfte Boeings Finanzchef Jay Malave auch die Erwartungen an die finanzielle Erholung des Flugzeugherstellers, der seit 2019 in der wohl schwersten Krise seiner Geschichte steckt. So hatte die Konzernspitze für 2026 bisher einen freien Barmittelfluss zwischen einer und drei Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Es sei "etwas weniger wahrscheinlich", dass es mehr als zwei Milliarden Dollar (rund 1,7 Mrd Euro) würden, erklärte Malave. Denn die Auslieferungen des Mittelstreckenjets 737 Max und des Großraumjets 787 "Dreamliner" entwickelten sich schwächer.
So habe es länger gedauert, die Produktion der 737 Max bei 47 Maschinen pro Monat zu stabilisieren. Probleme gab es demnach mit der Produktion der Tragflächen im eigenen Haus.
Boeing hatte die Produktion seines meistgefragten Modells nach einem Beinahe-Unglück Anfang 2024 auf Geheiß der Behörden auf 38 Stück pro Monat beschränken müssen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA stellte den Hersteller unter strenge Aufsicht und gab lange Zeit jede gebaute neue Maschine einzeln frei. Nach etlichen Verbesserungen und einem Wechsel an der Konzernspitze lockerte die FAA die Beschränkungen.
Schon 2019 hatte die 737 Max für großes Unglück gesorgt: Bei den Abstürzen zweier Maschinen starben insgesamt 346 Menschen. Die Flugzeuge der Reihe durften daraufhin mehr als 20 Monate lang weltweit nicht abheben, bis Boeing technische Verbesserungen an dem Modell vorgenommen hatte.
Die Folgen der Unglücke und der Produktionsmängel verfolgen den
Hersteller bis heute: Die Langversion des Mittelstreckenjets, die
737 Max 10, ist bis heute nicht zugelassen. Ortberg sagte nun, er
rechne "sehr bald" mit der Zertifizierung. Die Flugtests seien
abgeschlossen, und die Aufseher prüften derzeit die gesamte
Dokumentation. Mit der "Max 10" tritt Boeing gegen das
Konkurrenzmodell Airbus
ISIN US3696043013 DE0008232125 NL0000235190 US0970231058
AXC0087 2026-09-17/09:18
Relevante Links: Deutsche Lufthansa AG, Airbus SE, Boeing Company, GE Aerospace