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Wiener Börse - ATX mit kräftigen Abschlägen / ATX mit einem Minus von 1,77 Prozent - AT&S verbilligen sich um über neun Prozent - Bankenwerte fallen zum Teil deutlich

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Die Wiener Börse hat sich am Montag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX schloss mit einem Minus von 1,77 Prozent bei 6.763,22 Punkten. Der ATX Prime verlor 1,76 Prozent auf 3.319,37 Zählern. Auch an den europäischen Leitbörsen überwogen am Berichtstag die klar negativen Vorzeichen.

Aufkommende Skepsis beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) schickte die Halbleiterbranche weltweit auf Talfahrt. Große amerikanische KI-Firmen sind nach eigenen Angaben bereit, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen. Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, zeigte sich am Wochenende besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen. An der Wiener Börse verbilligten sich die Anteilsscheine des Leiterplattenherstellers AT&S um über neun Prozent.

Zudem kletterten die Ölpreise wieder in Richtung der Marke von 110 US-Dollar. Nach oben gezogen wurden die Preise vor allem durch neuerliche Angriffe in der Straße von Hormuz und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Houthi-Miliz im Jemen. Über das Wochenende musste der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien wegen Drohnenangriffen zusätzlich eine wichtige Pipeline abschalten.

Für die Lenzing-Aktie setzte sich ihr negativer Trend mit einem Minus von mehr als drei Prozent fort, nachdem die Titel des oberösterreichischen Faserherstellers bereits am Freitag über drei Prozent verloren hatten. Auch der Baustoffkonzern Wienerberger gab um mehr als drei Prozent nach.

Zudem fielen die schwergewichteten Bankwerte zum Teil deutlich. RBI nahmen um 4,29 Prozent auf 63,65 Euro ab, Erste Group verloren 1,72 Prozent auf 119,90 Euro. Dabei hatten die Analysten von Barclays beide Kursziele - RBI auf 59,00 Euro, Erste auf 135,00 Euro - erhöht. Die BAWAG-Anteile sanken um 1,28 Prozent.

Zu den raren ATX-Gewinnern gehörten zu Handelsschluss die Werte von Strabag (+0,75 Prozent), UNIQA (+0,66 Prozent), Österreichische Post (+0,48 Prozent) und OMV (+0,14 Prozent).

Im prime market verloren RHI Magnesita und Polytec jeweils knapp mehr als 3,50 Prozent. Rosenbauer und Semperit stiegen hingegen jeweils um etwas über ein Prozent.

rst/ste

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