VW meldet mehr als 30.000 Bestellungen für E-Polo
Volkswagen
Der E-Polo kostet in der Basisversion knapp unter 25.000 Euro. Bestellbar war zunächst aber nur eine besser ausgestattete Variante mit größerer Batterie für deutlich mehr als 30.000 Euro. Die Basisversion des Autos mit kleinem Akku und weniger PS können Kunden seit Juli ordern.
Hohe Nachfrage sorgt für längere Wartezeiten
Hergestellt wird der ID. Polo im spanischen Werk Martorell bei
Barcelona. Wie die VW
Für den ID. Polo und seine Schwestermodelle VW ID. Cross, ?koda Epiq und Cupra Raval liegen demnach inzwischen mehr als 100.000 Vorbestellungen vor. Auch die anderen Modelle werden aus Kostengründen in Spanien gebaut. Mit den vier Kleinwagen will der Autokonzern das elektrische Einstiegssegment erschließen. 2027 soll dann ein noch günstigeres Modell mit dem Arbeitstitel ID. Every1 für etwa 20.000 Euro folgen, als Nachfolger des 2023 eingestellten Kleinstwagens VW Up. Gebaut wird er in Portugal.
Schäfer: Treffen Erwartungen vieler Kunden
Die Nachfrage zeige, dass man mit der Fahrzeugfamilie die Erwartungen vieler Kundinnen und Kunden treffe, teilte VW-Markenchef Thomas Schäfer mit. Man habe gemeinsam vier eigenständige Fahrzeuge entwickelt, die den Charakter ihrer Marken bewahrten und zugleich die Stärken der Zusammenarbeit nutzten. Die Modelle der Fahrzeugfamilie teilen mehr als 80 Prozent der Komponenten und Technologien, unterscheiden sich demnach aber unter anderem beim Design, dem Fahrerlebnis und bestimmten Funktionen.
Der Autokonzern leidet aktuell unter sinkenden Verkaufszahlen. Im ersten Halbjahr gingen die Auslieferungen aller Marken weltweit um 6,3 Prozent auf gut 4,1 Millionen Fahrzeuge. Auch die Zahl der verkauften E-Autos ging zurück. In Europa konnte VW den Absatz reiner Stromer dagegen um 8,4 Prozent auf 377.000 Fahrzeuge steigern. Auch der Bestand an Bestellungen für E-Autos wuchs in Europa seit Jahresbeginn deutlich.
Experte: Der Schuss muss sitzen
Der ID. Polo ist Branchenexperte Stefan Bratzel zufolge ein wichtiges Modell für Volkswagen. "Der Schuss im Elektro-Kleinwagensegment muss jetzt sitzen", teile der Direktor des Centers of Automotive Management in Bergisch Gladbach mit. Positiv sei, dass Qualität und Anmutung bei VW wieder stimmten. In der jüngeren Vergangenheit habe es dort Defizite gegeben.
Der ID. Polo komme zwar spät, möglicherweise aber noch rechtzeitig, weil der Markthochlauf der Elektro-Mobilität an Fahrt gewinne. Entscheidend werde sein, ob Kunden angesichts des zunehmenden Wettbewerbs aus China das Preis-Leistungs-Verhältnis akzeptieren werden, erklärte Bratzel./jwe/DP/zb
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