dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 11.09.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: KI-Nachfrage treibt Oracle an - Aktie erholt sich vom
Vortagesdämpfer
AUSTIN - Der US-Software- und Datencenter-Konzern Oracle
hat im ersten Geschäftsquartal kräftig von der
Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert. Die Umsätze mit
Cloud-Infrastruktur - das sind vor allem KI-Rechenzentren - wurden
in den drei Monaten bis Ende August mit 7,4 Milliarden US-Dollar
(6,4 Mrd Euro) im Jahresvergleich mehr als verdoppelt, wie der SAP
-Rivale am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Austin
(Texas) mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von
Analysten erwartet. Die Aktie dürfte am Freitag den deutlichen
Vortagesverlust angesichts eines Aufschwungs im vorbörslichen
US-Handel wieder wettmachen.
ROUNDUP: Softwarehersteller Adobe gibt vorsichtigen Umsatzausblick -
Aktie fällt
SAN JOSE - Der Softwarehersteller Adobe hat mit einem
vorsichtigen Umsatzausblick auf das vierte Geschäftsquartal
aufhorchen lassen. Der Umsatz im am 30. November endenden Quartal
werde zwischen 6,8 und 6,85 Milliarden US-Dollar (5,8 bis 5,9 Mrd
Euro) liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend nach
US-Börsenschluss mit. Der Mittelwert dieser Spanne lag unter der
durchschnittlichen Prognose der Analysten. Der bereinigte Gewinn je
Aktie werde voraussichtlich zwischen 6,30 und 6,35 US-Dollar liegen,
so das Unternehmen. Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,30
US-Dollar je Aktie gerechnet. Anleger reagierten verhalten.
ROUNDUP/United Internet: Sparkurs bei 1&1 und Ionos mit Stellenabbau
MONTABAUR/KARLSRUHE - Der United-Internet-Konzern hat
bei seinen Töchtern 1&1 und Ionos
Sparprogramme mit einem Stellenabbau auf den Weg gebracht. Insgesamt
sollen bei den zwei Unternehmen rund 800 Arbeitsplätze wegfallen,
teilten die Töchter und der Mutterkonzern am Donnerstag in Montabaur
und Karlsruhe mit. 1&1 senkte zudem wegen der anfallenden
Einmalkosten den Ausblick für das operative Ergebnis 2026. Von den
drei Aktien aus dem Konzerngeflecht litten aber vor allem Ionos und
United Internet unter den veranschlagten Kosten.
ROUNDUP/Strategie-Streit: Flatexdegiro-Aufsichtsratschef geht -
Kursrutsch
FRANKFURT - Wegen unterschiedlicher Auffassungen zu strategischen
Unternehmensfragen verlassen gleich zwei Aufsichtsratsmitglieder des
Onlinebrokers Flatexdegiro das Gremium. Der
Aufsichtsratsvorsitzende, Hans-Hermann Lotter, habe sein Amt mit
sofortiger Wirkung niedergelegt, teilte das Unternehmen am
Donnerstagabend mit. Über den Entschluss habe er in einer
Aufsichtsratssitzung persönlich informiert. Sein Stellvertreter
Stefan Müller wurde mit sofortiger Wirkung interimistisch zum
Aufsichtsratschef gewählt. Mit Martina Pfeifer verlässt zudem ein
weiteres Mitglied das Gremium. Die Reaktion an der Börse fiel harsch
aus.
Salzgitter ernennt neuen Finanzchef
SALZGITTER - Der Stahlkonzern Salzgitter besetzt die
Position des Finanzvorstands neu. Birgit Potrafki werde ihren zum
31. Januar 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, teilte das
Unternehmen am Freitag in Salzgitter mit. Ihr Nachfolger wird
Christoph Martin, der seit Anfang vergangenen Jahres Mitglied der
Geschäftsführung bei zwei Salzgitter-Tochterfirmen ist. Er übernimmt
die Aufgaben des Konzernfinanzchefs ab 1. Oktober 2026, wobei
Potrafki bis zu ihrem Ausscheiden die Übergabe sicherstellen werde,
wie es weiter hieß. Die Managerin war seit Februar 2024
Vorstandsmitglied bei Salzgitter und will sich nun den Angaben
zufolge einer neuen beruflichen Herausforderung widmen.
Autozulieferer Forvia Hella verliert Finanzchef - Nachfolge noch
nicht klar
LIPPSTADT - Der Scheinwerferhersteller Forvia Hella
verliert seinen Finanzchef Philippe Vienney. Der
60-jährige Franzose will seinen Ende Februar 2027 auslaufenden
Vertrag aus privaten Gründen nicht verlängern, wie die Lippstädter
am Freitag mitteilten. Die Nachfolge des Postens in der
Geschäftsführung ist noch nicht klar, darüber solle aber zeitnah
informiert werden, hieß es vom MDax -Konzern. Vienney
war seit März 2024 verantwortlich für das Ressort. Der
Autozulieferer Hella gehört mehrheitlich zum französischen
Zuliefererkonzern Forvia.