Arbeitnehmer wollen VW-Vorstand zu Gesprächen zwingen
Nach der Einigung im VW-Aufsichtsrat
auf einen schärferen Sparkurs will die
Arbeitnehmerseite das Management zu Gesprächen zwingen. Dazu zieht
die IG Metall eine Klausel aus dem Zukunftstarifvertrag, auf den
sich die Akteure im Dezember 2024 geeinigt hatten. Das habe die
Tarifkommission einstimmig entschieden, sagte der niedersächsische
IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger in Hannover. "Wir fordern
jetzt also das Unternehmen auf, an den Tisch zu kommen, sich zu
erklären und mit uns darüber zu reden, dass und wie dieser
Tarifvertrag eingehalten wird."
Das Ziehen der Klausel ändere nichts an den Bestimmungen des
Tarifvertrags und löse auch keine Kündigung aus, sagte der
Gewerkschafter. Und auch die Beschäftigungssicherung sei nicht
antastbar. "Aber es ist die Verpflichtung, wenn eine Seite
auffordert, dass die andere Seite auch an den Tisch kommt", sagte
Gröger. Die Erwartung sei, dass die Gespräche noch in diesem Quartal
- also bis Ende September - stattfinden./jwe/DP/stw