Wiener Börse (Mittag) - ATX legt 0,24 Prozent zu / Europäisches Börsenumfeld vor EZB-Entscheid leicht im Minus
Die Wiener Börse hat sich am Donnerstagmittag vor der Bekanntgabe der EZB-Zinsentscheidung mit etwas höherer Tendenz präsentiert. Der Leitindex ATX legte 0,24 Prozent auf 6.876,62 Punkte zu. An den europäischen Leitbörsen gab es hingegen leichte Kursrückgänge zu sehen. Die Ölpreise setzten mittlerweile ihren Höhenflug fort.
Thema des Tages ist international die Bekanntgabe der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Eine Zinserhöhung gilt als nahezu sicher und wird von den Marktteilnehmern vollständig eingepreist. Auch die Helaba-Experten gehen von einer Anhebung um 25 Basispunkte aus, wodurch sich der Einlagensatz auf 2,50 Prozent erhöhen würde.
Neben der soliden Konjunktur spricht nach Einschätzung der Analysten vor allem die deutlich oberhalb des EZB-Ziels liegende EWU-Inflation für eine restriktivere Geldpolitik. Es wird befürchtet, dass die weiterhin hohen Energiepreise zu neuen Preisschüben führen und sich die Inflation auf einem erhöhten Niveau verfestigen könnte, hieß es weiter.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene noch eine sehr dünne Meldungslage vor. Von Analystenseite meldete sich die Baader Bank und revidierte ihr 6-Monats-Kursziel für die Aktien des Verbund leicht von 59,70 auf 61,00 Euro nach oben. Das Anlagevotum lautet für die Titel des Energieversorgers auf "Reduce". Die Verbund-Aktie tendierte mit plus 0,2 Prozent bei 61,80 Euro.
Klar nach oben ging es mit den Aktienkursen der Versicherer. Hier kletterten die Titel der Vienna Insurance um 2,7 Prozent hoch. UNIQA befestigten sich um 0,8 Prozent.
Bei den schwergewichteten Banken herrschten mehrheitlich positive Vorzeichen vor. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International konnten ein Plus von einem Prozent verbuchen. Erste Group verteuerten sich um 0,2 Prozent. Die BAWAG-Titel fielen hingegen um knappe 0,1 Prozent.
Im Technologiebereich erhöhte sich die AT&S-Anteilsscheine um weitere 1,0 Prozent. Seit dem Jahresauftakt liegen die Papiere des Leiterplattenherstellers damit bereits beachtliche mehr als 400 Prozent im Plus.
Fester zeigten sich auch die Bauaktien von Strabag und Porr mit Gewinnen von 2,8 bzw. 1,6 Prozent. Die zwei heimischen Bauriesen gehören weiterhin zu den 100 größten Baufirmen der Welt, berichtete die Unternehmensberatung Deloitte. Die Strabag notiert auf Rang 21, Porr auf Platz 52.
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ISIN AT0000999982