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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach US-Daten mit plus 0,9 Prozent / US-Arbeitsmarktbericht überrascht beim Stellenaufbau klar positiv - AT&S in starkem Sektor klar höher - Bankwerte im Minus

Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitagnachmittag nach veröffentlichten und mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten weiterhin fester tendiert. Der ATX stieg um 0,91 Prozent auf 6.862,92 Punkte. Das europäische Umfeld zeigte sich mehrheitlich leicht im Plus.

Im Verlauf stand international der US-Arbeitsmarktbericht im Fokus. Neben der Preisstabilität hat die Fed das Ziel, für Vollbeschäftigung zu sorgen. Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im August deutlich stärker als erwartet gestiegen. Außerhalb der Landwirtschaft stieg sie um 162.000. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 55.000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrte wie erwartet bei 4,1 Prozent.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. An den Finanzmärkten wird gerätselt, ob sich die Fed Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Notenbankchef Kevin Warsh äußerte zuletzt Sorge über die hartnäckige Inflation und nannte den Arbeitsmarkt zugleich "recht stabil".

Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich weiterhin sehr dünn. Unter den Einzelwerten führten AT&S mit einem satten Plus von 12,9 Prozent die Gewinnerliste im prime market klar an. Technologiewerten profitierten europaweit von guten Vorgaben aus Asien und den USA. RHI Magnesita zogen ebenfalls deutlich um 7,5 Prozent an.

Bei den Indexschwergewichten verbesserten sich voestalpine um 2,8 Prozent auf 46,70 Euro. Wienerberger legten 3,3 Prozent zu. Im Rahmen einer Sektorstudie zum europäischen Stahlsektor haben die Analysten von Deutsche Bank Research ihr Kursziel für die Aktien der voestalpine von 60 auf 63 Euro angehoben. Das Votum "Buy" wurde bestätigt.

Die Bankwerte zeigten sich mit negativen Vorzeichen. So lagen Erste Group um 0,7 Prozent tiefer und BAWAG büßten 0,5 Prozent ein. Raiffeisen Bank International schwächten sich um dünne 0,1 Prozent ab.

ste/spa

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