Aktien Frankfurt Ausblick: Dax stabilisiert sich - Stagnierende Ölpreise stützen
Der Dax steuert nach drei
Verlusttagen am Donnerstag auf eine Stabilisierung zu. Dank
stagnierender Ölpreise signalisierte der X-Dax als
außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex eine Stunde
vor Handelsbeginn einen Kursanstieg um knapp 0,2 Prozent auf 25.881
Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,1
Prozent höher erwartet.
Am vergangenen Freitag hatte der Dax mit 26.618 Punkten noch ein
Rekordhoch erreicht. Seither sorgten steigende Ölpreise und hohe
Anleihezinsen für Mollstimmung und eine deutliche Korrektur. Mit
seinem Vortagstief von 25.727 Punkten drehte der Dax am Mittwoch
aber immerhin noch vor der 50-Tage-Linie ab. Sie gilt als Gradmesser
für den mittelfristigen Trend.
Dass Donald Trump zuletzt von nur kurzzeitigen Attacken auf den Iran
gesprochen habe, sei "genau das, was die Börsen im Moment hören
wollen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.
Für den Moment habe der US-Präsident die Märkte damit beruhigt. "Für
eine langfristige Ruhe braucht es aber deutlich mehr", warnte der
Experte vor zu hohen Erwartungen. "Die Straße von Hormus ist
weiterhin geschlossen. Und von einem dauerhaften Frieden werden die
beiden Konfliktparteien auch im Falle eines Endes der Attacken weit
entfernt sein."
Im Dax steht die Deutsche Telekom mit dem Einstieg
des aktivistischen Investor Elliott im Fokus. Dieser habe einen
beträchtlichen Anteil aufgebaut und angedeutet, dass die Bonner ihre
Pläne für eine Fusion mit der US-Mobilfunktochter T-Mobile US
fallen lassen sollten, berichtete die
Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwochabend unter Berufung auf
Kreise. Stattdessen sollten andere Maßnahmen ergriffen werden, um
den Wert des Unternehmens für die Aktionäre zu steigern - etwa über
eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Alle Beteiligten
hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen. Vorbörslich
legten die Aktien der Deutschen Telekom zu. Für die Titel von
T-Mobile US war es am Mittwoch um 2,8 Prozent bergauf gegangen.
Derweil empfiehlt der Lieferdienst Delivery Hero
seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots von Uber
. Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat sei der
Angebotspreis von 41,50 Euro je Aktie "angemessen und fair", teilte
Delivery Hero am Mittwochabend mit. Der Fahrdienstvermittler und
Lieferdienst aus den Vereinigten Staaten hat sich einen Großteil der
Delivery-Hero-Anteile bereits gesichert und will sich in einem
Milliardendeal auch den Rest einverleiben.
Bei Flatexdegiro sorgte eine Hochstufung für
vorbörsliche Kursgewinne. Die US-Bank Morgan Stanley spricht nun
eine positive Empfehlung für die Aktien des Online-Brokers
aus./gl/stk