Warnstreik im Hamburger Hafen - Verdi fordert 8 Prozent mehr
Im Hamburger Hafen hat ein 48-stündiger Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten in der Tarifrunde für die deutschen Seehäfen zum zweiten Mal zu einer Arbeitsniederlegung aufgerufen. Bereits am 18. August hatten Hafenarbeiter in Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Bremen, Brake und Emden für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Dadurch wurde der Warenumschlag verlangsamt und teils sogar gestoppt.
Zum Warnstreik aufgerufen seien Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter
von mehr als einem Dutzend Betrieben, darunter die Beschäftigten der
HHLA-Containerterminals
Gewerkschaft will 8,2 Prozent mehr Lohn
Zuvor hatten die Beschäftigten das Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) aus der dritten Verhandlungsrunde nach Gewerkschaftsangaben in einer Befragung mit großer Mehrheit abgelehnt. Insgesamt hätten sich an der einwöchigen Rückkopplungsrunde mehr als 6.000 Beschäftigte beteiligt. Für Verdi-Fachbereichsleiter André Kretschmar ist das Ergebnis der Befragung eindeutig: "Dieses Angebot reicht nicht. Die Arbeitgeber können das nicht einfach ignorieren."
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe hatte in der dritten Verhandlungsrunde eine Entgeltsteigerung von 5,1 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Zudem sollten die Löhne um mindestens 1,20 Euro pro Stunde steigen. Verdi verlangt dagegen bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten ein Lohnplus von 8,2 Prozent, mindestens jedoch 2,50 Euro pro Stunde./klm/DP/zb
ISIN DE000A0S8488
AXC0020 2026-09-03/06:21
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