dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 02.09.2026 - 15.15 Uhr
Uber will zehn Prozent der Stellen streichen - Schritt für
Wachstumspläne
SAN FRANCISCO - Der Fahrdienstvermittler Uber greift
zu Sparmaßnahmen, um mehr Geld in das Kerngeschäft und
Wachstumsfelder zu stecken. In einem groß angelegten Konzernumbau
sollen rund 3.300 Stellen gestrichen werden. Das entspricht etwa
zehn Prozent der weltweiten Belegschaft, wie aus einer von Bloomberg
zitierten E-Mail von Konzernchef Dara Khosrowshahi an die
Beschäftigten hervorgeht.
Deutsche Telekom bekommt 2027 neuen Finanzchef
BONN - Die Deutsche Telekom steht vor einem Wechsel
im Finanzressort. Finanzchef Christian Illek werde den Konzern aus
Altersgründen Ende April 2027 verlassen, teilte das Dax
-Unternehmen am Mittwoch in Bonn mit. Dhananjay
Mirchandani soll die Nachfolge zum 1. Mai 2027 antreten.
ROUNDUP/Kretschmer: Keine Entscheidung zu VW-Werken am Freitag
ZWICKAU/DRESDEN - Nach Berichten über ein Ende der Autoproduktion an
vier deutschen Standorten von VW und Audi nach 2030
hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer appelliert, "die
Nerven zu behalten". "Auch am Freitag wird es dazu keine
Entscheidung geben", sagt der CDU-Politiker in einem Videostatement
auf Facebook. Mit Blick auf die betroffene E-Auto-Fabrik in Zwickau
ergänzt er: "Wir haben bei uns in Zwickau-Mosel die Argumente voll
auf unserer Seite. Wir sind das effizienteste Werk."
Niedersachsen: Werden um jeden VW-Standort kämpfen
HANNOVER - Angesichts drohender Werkschließungen bei Volkswagen
will sich Niedersachsens Landesregierung für den
Erhalt aller deutschen Standorte einsetzen. "Wir werden um jeden
Standort kämpfen", sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf
Lies (SPD), der auch im VW -Aufsichtsrat sitzt.
KI-Boom treibt Geschäft von Dell weiter an - Prognose angehoben
ROUND ROCK - Der US-Computerkonzern Dell < US24703L2025> profitiert
weiter kräftig vom Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). Nach
einem starken zweiten Quartal rechnet der Konzern nun mit einem noch
besseren Geschäftsjahr 2026/27 (per Ende Januar) als
Branchenexperten erwartet haben. Die Aktie legte vorbörslich
zweistellig zu.
BP macht aus Interimslösung Dauerposition: Ian Tyler wird
Verwaltungsratschef
LONDON - Der britische BP-Konzern hat den bisher nur
vorübergehend als Interims-Chef eingesetzten Lenker seines
Verwaltungsrats nun dauerhaft bestellt. Ian Tyler solle ab sofort
die Funktion des Verwaltungsratchefs übernehmen, teilte der Öl- und
Gasmulti am Mittwoch mit. Vorangegangen sei eine intensive Suche,
bei der sowohl interne als auch externe Kandidaten für den Posten in
Augenschein genommen worden seien, hieß es vom Konzern weiter. Die
Aktie zog vorbörslich an.
Kreise: Kuwaitischer Staatsfonds will Gea-Anteil verringern
DÜSSELDORF - Kuwait will seine Beteiligung Kreise zufolge an dem
Anlagenbauer Gea reduzieren. Die staatliche Kuwait
Investment Authority (KIA) bietet rund fünf Millionen Aktien zu
einem Preis von 64,85 bis 65,50 Euro je Anteilsschein an, wie die
Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Bezug auf
Verkaufsunterlagen berichtete. Das entspricht rund drei Prozent der
ausgegebenen Aktien.
ROUNDUP: EU genehmigt deutsche Milliarden für Gaskraftwerke
BRÜSSEL/BERLIN - Deutschland darf ab 2031 den Bau neuer
Gaskraftwerke mit einem Milliardenpaket fördern. Die EU-Kommission
gab grünes Licht für die geplante Unterstützung mit bis zu 35
Milliarden Euro.
Orlopp mahnt Unicredit: 'Wir sollten es nicht vermasseln'
FRANKFURT - Die vor der Übernahme stehende Commerzbank
sucht das Einvernehmen mit ihrer Großaktionärin
Unicredit . "Die Ergebnisse sind, wie sie sind. Jetzt
gilt es, die richtige Strategie nach vorn zu wählen und aufzupassen,
dass keine Wertvernichtung stattfindet", sagte Commerzbank-Chefin
Bettina Orlopp beim "Handelsblatt-Bankengipfel" in Frankfurt. "Es
gibt Gespräche, das ist im Interesse beider Parteien. Wir sollten es
jetzt tunlichst nicht vermasseln."
ROUNDUP: KI-Boom treibt Preise für Smartphones und Konsolen nach
oben
BERLIN - Verbraucherinnen und Verbraucher müssen in diesem Jahr mit
spürbaren Preissteigerungen und einer geringeren Auswahl bei vielen
beliebten Elektronikgeräten rechnen. Ursache dafür ist der weltweite
Boom rund um Künstliche Intelligenz, der die Halbleiterindustrie
tiefgreifend verändert: Weil Produktionskapazitäten für Chips massiv
in den Ausbau von Hochleistungsrechenzentren abwandern, werden
moderne Prozessoren und schnelle Speichermodule im
Konsumgüterbereich zur Mangelware.