Deutsche Anleihen: Kursverluste - Renditen setzen Höhenflug fort
Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am
Dienstag weiter gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Erneut gestiegene Ölpreise belasten die Anleihen. Gegenseitige Angriffe der USA und des Irans verunsichern die Märkte. Eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. Inflationserwartungen werden so geschürt.
Die Finanzmärkte warten auf die Verbraucherpreise aus der Eurozone. Es wird ein Anstieg der Inflationsrate erwartet. Darauf deuten Daten aus Deutschland, Frankreich und Spanien hin.
"Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Energiepreise zurückzuführen, doch es gibt Hinweise darauf, dass die indirekten Auswirkungen der Energiepreise allmählich zu einem Anstieg der Lebensmittel- und Warenpreise führen", kommentierte Commerzbank-Analyst Christoph Rieger. An den Finanzmärkten gilt es fast als sicher, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im September den Leitzins anheben wird.
Auch weltweit legen die Renditen zu. In Japan ist die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen erstmals seit 1996 auf knapp drei Prozent gestiegen. Über viele Jahre hatte die Rendite bei nahe null gelegen. Vor etwa einem Jahr lag sie noch bei rund 1,5 Prozent, was die Geschwindigkeit des Wandels zeigt. Die Dynamik des japanischen Anleihemarktes hat sich grundlegend verändert, seit die Zentralbank 2024 die Negativzinspolitik beendet hat./jsl/jkr/jha/
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