Wiener Börse (Eröffnung) - ATX plus 0,11 Prozent / International belasten die Ölpreise und Inflationsraten - Energiewerte legen zu
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Die Wiener Börse hat am Dienstag den Handel mit einem leichten Zuwachs aufgenommen. Der Leitindex ATX legte knappe 0,11 Prozent auf 6.775,95 Punkte zu. Der breitere ATX prime baute 0,09 Prozent auf 3.331,14 Einheiten auf. Europas Leitbörsen konnten sich zum Start auf keine gemeinsame Richtung einigen.
International drückt die Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran auf die Stimmung. Dies schürt Sorgen vor Lieferunterbrechungen und treibt die Ölpreise weiter nach oben. Die Ölpreise und anziehende Inflationsraten setzen die Märkte unter Druck, weil beiderseits des Atlantiks die Zinserhöhungserwartungen zunehmen, schreiben die Experten der Helaba in einem Kommentar.
Datenseitig rücken heute die EU-Verbraucherpreise in den Fokus. "Anstiege der Inflationsraten in Spanien, Frankreich und Deutschland weisen auf das Risiko hin, dass sich die Preisdynamik auch auf europäischer Ebene wohl erneut vom EZB-Ziel entfernt", kommentieren die Helaba-Analysten.
In Österreich zeichnet sich ein ruhiger Tag ab. Analysten der Erste Group Research haben das Kursziel für den Ölfeldausrüster SBO von 39,8 auf 35,5 Euro hinuntergesetzt. Die Empfehlung "Accumulate" bleibt bestehen. Erklärt wird die Entscheidung damit, dass die Ergebnisse aus dem ersten Halbjahr den herausfordernden Markt bestätigen, wobei die Zahlen durch negative Auswirkungen des Nahost-Konflikts beeinträchtigt wurden. Der Markt werde durch Ölpreisvolatilität, operative Schwierigkeiten in der Ölindustrie der Golfregion und verhaltenes globales Wirtschaftswachstum gebremst. SBO lagen am Vormittag unbewegt bei 31,25 Euro.
Die Ölpreise gaben den österreichischen Energiewerten EVN, OMV und Verbund Rückenwind, die bisher zwischen plus 0,5 und 1,2 Prozent gewannen. Keine gemeinsame Richtung ist bei den schwergewichteten Bankenwerten auszumachen. BAWAG büßten 1,2 Prozent ein. Raiffeisen Bank International (RBI) und Erste Group hingegen gingen jeweils 0,2 Prozent hinauf.
moe/ste
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