Mercedes-Benz legt weiteres Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe auf
Der Autobauer Mercedes-Benz
will erneut eigene Aktien in Milliardenhöhe am Markt erwerben und
einziehen. Innerhalb des neu aufgelegten Programms sollen bis zu 58
Millionen Aktien für bis zu eine Milliarde Euro gekauft werden. Die
zurückgekauften Anteile sollen eingezogen werden, wie der im Dax
notierte Konzern am Montag in Stuttgart mitteilte.
Mit diesem Schritt steigt der Gewinn der verbleibenden Aktien und
damit in der Theorie auch der Kurs. Aktienrückkäufe gelten daher als
kursstützend. Sie werden von Unternehmen gerne genutzt, um einen
Teil der Gewinne an Aktionäre weiterzugeben. Anders als eine
Dividende wirkt sich der Schritt aber indirekt aus.
Der Autobauer hatte Anfang Juni ein Aktienrückkaufprogramm über zwei
Milliarden Euro abgeschlossen. Dabei wurden knapp 38 Millionen
eigene Anteile erworben. Der Durchschnittspreis lag bei etwas mehr
als 53 Euro. Die Mercedes-Benz-Papiere stehen wegen der
Branchenkrise wie die der Konkurrenten BMW und
Volkswagen auch stark unter Druck. Der Kurs des
Stuttgarter Autobauers sackte im bisherigen Jahresverlauf um etwas
mehr als ein Fünftel ab. Mercedes-Benz ist an der Börse derzeit rund
45 Milliarden Euro wert./zb/stk