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Putin trifft Xi, Modi, Erdogan und Peseschkian - in Kirgistan

Kremlchef Wladimir Putin trifft nächste Woche gleich mehrere Staats- und Regierungschefs zu politischen Gesprächen in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek in Zentralasien und danach auch in Russland. An diesem Montag werde es beim Treffen mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping auch um die geplante neue Gasleitung Sila Sibiri 2 (auf Deutsch: Kraft Sibiriens) gehen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in Moskau mit. Am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) seien zudem Gespräche mit Indiens Premierminister Narendra Modi geplant.

Indien und China gelten für Russland als verlässliche Handelspartner, während die USA und die EU das Land wegen Putins Krieg gegen die Ukraine mit Sanktionen belegt haben. In Bischkek werde es auch um den Krieg in der Ukraine gehen, sagte Uschakow. Putin führt diesen Angriffskrieg inzwischen im fünften Jahr. Insbesondere Modi hatte Russland zu einer Beendigung der Invasion aufgefordert. Er und Putin sehen sich auch beim Gipfel der Brics-Länder am 12. und 13. September in Neu-Delhi.

Zudem stünden für Dienstag in Bischkek in Putins Terminkalender Unterredungen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, sagte Uschakow. Mit Erdogan werde Putin über den Krieg in der Ukraine und insbesondere über den Seekrieg im Schwarzen Meer sprechen. Dort greifen Kiew und Moskau auch Handelsschiffe unter anderem mit Drohnen an. Die Türkei will diese Kämpfe, die wirtschaftliche Milliardenschäden verursachen, beenden.

Gespräche zur Lage im Nahen Osten und Auftritt in Wladiwostok

Beim Treffen mit Peseschkian werde die Lage im Nahen Osten Thema sein, sagte Uschakow. Moskau und Teheran pflegen eine strategische Partnerschaft, der Iran setzt auf Unterstützung Russlands im Krieg mit den USA und Israel.

Geplant sei am Dienstag auch ein Treffen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan, der mit seinem Südkaukasusstaat in iranischer Nachbarschaft in die EU strebt. Uschakow sagte, dass Armenien nicht beides haben könne, eine EU-Mitgliedschaft und die Vorzüge einer Partnerschaft mit Russland, das dem Land günstig Energie liefert. Eriwan müsse sich entscheiden.

Danach reist Putin nach Kremlangaben nach Wladiwostok, wo an der russischen Pazifikküste das Östliche Wirtschaftsforum vom 1. bis 4. September geplant ist. Dort hält Putin am 3. September bei einer Plenarsitzung eine Rede, trifft den indonesischen Präsidenten und den mongolischen Regierungschef und beantwortet Fragen auf einem Podium auch zur internationalen Politik.

Für Putin gelten diese Treffen und Reisen auch als Zeichen an den Westen, dass Russland trotz des Ukraine-Krieges auf internationaler Bühne nicht isoliert ist./mau/DP/he

AXC0192 2026-08-28/19:44

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