Kreise: Stripe und Advent geben Pläne zur Paypal-Übernahme auf
Eine Übernahme des US-Zahlungsdienstleisters
Paypal durch den Finanzinvestor Advent und den
Zahlungsabwickler Stripe ist Insidern zufolge geplatzt. Die Gruppe
verfolge keine Übernahme von Paypal mehr, berichtete die
Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend (Ortszeit) nach
US-Börsenschluss unter Berufung auf mit der Sache vertraute
Personen. Zuvor habe sie mehr als 50 Milliarden US-Dollar (rund 43
Mrd Euro) für das Unternehmen geboten. Vertreter von Advent, PayPal
und Stripe lehnten eine Stellungnahme dazu ab. Der Aktienkurs von
Paypal sackte im nachbörslichen US-Handel um fast 14 Prozent ab.
PayPal war Ende der neunziger Jahre gegründet worden und galt als
früher Vorreiter bei digitalen Bezahlverfahren. Zuletzt tat sich das
Unternehmen jedoch mit der Modernisierung seiner
Zahlungstechnologien schwer, während Wettbewerber wie Apple
und die Google-Mutter Alphabet
Marktanteile gewannen. Bloomberg hatte im Februar zuerst berichtet,
dass Stripe nach einem Kursrutsch bei PayPal eine teilweise oder
vollständige Übernahme des Unternehmens prüfe. Die Aktie von PayPal
hat in den vergangenen fünf Jahren fast 80 Prozent an Wert
verloren./err/stw/stk