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Merz über Sprengstoff-Drohne von Leipzig: Lage sehr ernst

Bundeskanzler Friedrich Merz will eine konkrete Festlegung auf russische Hintermänner im Zusammenhang mit der Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen aktuell noch nicht treffen. Man werde die Urheberschaft "jetzt in den nächsten Tagen abschließend feststellen und dann wird es dazu sehr bald auch eine entsprechende Reaktion geben", sagte der CDU-Chef in der Sendung RTL Aktuell Spezial von Moderatorin Pinar Atalay. Die Lage sei "sehr ernst", betonte Merz mit Blick auf die Bedrohung durch mit Sprengstoff beladene Drohnen.

Merz hatte am Dienstag bei der Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg angekündigt, dass sich die Bundesregierung demnächst zu Erkenntnissen über die Urheber des Vorfalls mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle Anfang des Monats äußern will. Zugleich sagte er, die Urheber hybrider Angriffe "werden dafür bezahlen". Auf die Frage von Atalay, wie dies geschehen werde, antwortete Merz nicht.

Merz: "Wir können das ermitteln, wir sind relativ weit"

Man werde die Erkenntnisse, wer hinter dem Drohnen-Vorfall stecke, in dem Augenblick teilen, "wo wir die Erkenntnisse auch abgeschlossen haben", sagte Merz. Es gebe Ermittlungen des Generalbundesanwalts und umfangreiche Untersuchungen der Sicherheitsbehörden. "Sobald diese so weit abgeschlossen sind, dass wir sie als gesichert zugrunde legen können, werden wir das sagen. Und es wird auch nicht mehr lange dauern", sagte Merz.

Unter anderem gebe sich der Urheber von Leipzig nicht klar zu erkennen. "Das müssen wir ermitteln. Wir können das ermitteln, wir sind relativ weit. Und dann müssen wir auch entsprechend reagieren", betonte Merz.

Das Besondere an der aktuellen Situation sei, dass man keinen Krieg im herkömmlichen Sinne und keinen militärischen Angriff erlebe, "sondern es ist eine hybride Kriegsführung, auch in Deutschland", sagte Merz. "Es ist keine Panzerarmee, die da auf Deutschland zurollt, sondern es sind eben Drohnen, die auch Sprengstoff transportieren können." Am Schutz davor arbeite man.

Die Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle war am Abend des 4. Augusts im Sicherheitsbereich zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland"./bk/sam/DP/mis

AXC0251 2026-08-27/18:16

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