Linksfraktionschefin sieht in VW-Krise Regierung gefordert
In der Krise bei Volkswagen ist
aus Sicht der Linken-Politikerin Heidi Reichinnek die
Bundesregierung gefordert. "Statt das Verbrenner-Aus zurückzudrehen,
braucht es konsequente Schritte zur E-Mobilität durch verlässliche
und klare Vorgaben sowie ein großangelegtes Investitionspaket",
sagte die Chefin der Linksfraktion im Bundestag der Deutschen
Presse-Agentur. Auch brauche es mehr Mitbestimmung in den Betrieben,
um das Know-how der Beschäftigten zu nutzen.
Reichinnek übte scharfe Kritik am Management des Konzerns. "VW
hat in den letzten fünf Jahren fast 30 Milliarden
Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet, statt ausreichend in die
Zukunft des Unternehmens zu investieren", sagte sie. "Dafür will die
Konzernspitze nun die Belegschaft bluten lassen, indem vier Werke
geschlossen und weitere 50.000 Arbeitsplätze gestrichen werden
sollen." Durch den Fokus auf Rendite für wenige fahre das Management
das Unternehmen an die Wand, sagte Reichinnek./vsr/DP/mis