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Klingbeil sieht Iran-Krieg als Ursache für steigende Zinsen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sieht im Iran-Krieg die Ursache für gestiegene Zinsen für Staatsschulden. Der Zinsanstieg der letzten Tage und Wochen sei Folge einer globalen Unsicherheit, die durch den Krieg von US-Präsident Donald Trump im Iran ausgelöst worden sei, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen der deutschsprachigen Finanzministerinnen und Finanzminister im Fürstentum Liechtenstein.

"Dieser Krieg hat, ist meine feste Überzeugung, nicht nur in der Region nichts zum Besseren verändert, sondern er lässt uns auch tiefgreifende wirtschaftliche Veränderungen spüren." Die Menschen in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, erlebten das täglich an den Zapfsäulen, sagte Klingbeil. Dazu komme nun eine Folge des Iran-Kriegs, die die Anleihemärkte beunruhige: Die Zinsen seien gestiegen.

An den Finanzmärkten waren die Renditen von Staatsanleihen auf Rekordniveaus hochgeschossen. Das betraf auch die richtungsweisenden Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit. Steigen die Anleiherenditen, wird die Aufnahme neuer Schulden teurer. Der Bundeshaushalt ist bereits angespannt.

Klingbeil bekräftigte seine Forderung nach einer Übergewinnsteuer, die Mineralölfirmen auf kräftig gestiegene Profite wegen des Iran-Kriegs zahlen sollen. Der Minister hatte zusammen mit fünf europäischen Kollegen einen neuen Vorstoß auf EU-Ebene unternommen. Die Bundesregierung ist in der Frage einer Übergewinnsteuer allerdings uneinig./hoe/DP/he

AXC0165 2026-08-24/17:04

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