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Wiener Börse startet leicht im Minus - ATX verliert 0,3 Prozent / Ruhiger und impulsarmer Wochenauftakt - AT&S mit schwachen Vorgaben unter Druck - Nahostkonflikt und kommendes Notenbankertreffen in Jackson Hole im Fokus

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Die Wiener Börse ist am Montag mit kleinen Abschlägen in die Woche gestartet. Der ATX hielt im Frühhandel mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 6.613,62 Punkten. Auch andere Börsen in Europa zeigten sich in der Früh knapp behauptet. Impulsgebende Unternehmensnachrichten oder Konjunkturnachrichten gibt es am Montag nicht, viele Marktteilnehmer dürften daher vorerst abwarten. Im Fokus steht dabei weiter der Nahostkonflikt.

Der Iran warnte die USA zuletzt vor schweren Konsequenzen ihres angekündigten Wirtschaftskriegs gegen die Islamische Republik. Mit Spannung erwartet wird an den Märkten auch das anstehende Notenbankertreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag startet.

Die meisten ATX-Werte bewegten sich vorerst nur wenig. Das einzige größere Minus verbuchten AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers verloren nach schwachen asiatischen Börsenvorgaben fast 5 Prozent. An der Börse in Südkorea büßten die Aktien des Branchenschwergewichts Samsung Electronics zum Wochenstart fast 9 Prozent ein. Anleger zeigten sich enttäuscht von den Plänen des Elektronikriesen, bis zu 110 Billionen Won (rund 68 Mrd Euro) an die Aktionäre auszuschütten statt Aktien zurückzukaufen. In Folge gaben auch an Europas Börsen Aktien der Chipbranche nach.

Schwach zeigten sich in Wien auch die beiden Ölwerte im ATX. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO fielen um 3,0 Prozent. Die Titel des Öl- und Gaskonzerns OMV verbuchten ein Minus von 0,9 Prozent. Die Ölpreise gaben nach den Anstiegen der Vorwoche zuletzt wieder etwas nach. Gut gesucht waren VIG, voestalpine und Porr und notierten mit Kursaufschlägen von um die ein Prozent.

Wichtige Datenveröffentlichungen stehen im Tagesverlauf nicht mehr an. Die nächsten börsenrelevanten Konjunkturdaten kommen am Dienstag in Form des ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Die Analysten der Helaba erwarten von dem Stimmungsindikator keine merkliche Verbesserung. "Ein Anstieg scheint möglich, zu hoch sollten die Erwartungen aber nicht geschraubt werden, denn das Umfeld ist angesichts des ungelösten Nahost-Konflikts und hoher Energiepreise schwierig", schreiben die Experten.

Im Blick haben die Märkte auch das Notenbanken-Symposium in Jackson Hole. Vor allem von der dort angesetzten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die kommenden Zinsentscheidungen der Notenbank Fed. Notenbankchefs nutzen diese Plattform oft um die Märkte auf den künftigen geldpolitischen Kurs vorzubereiten.

mik/moe

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