Ölpreise wenig verändert - deutliche Aufschläge auf Wochensicht
Die Ölpreise haben sich am Freitag in einer vergleichsweise engen Handelsspanne gehalten und damit den deutlichen Anstieg im Verlauf der Woche vorerst nicht fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Oktober wurde bei 94,18 US-Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag.
Auf Wochensicht hat sich Rohöl dagegen kräftig verteuert. Seit Montag ist der Preis für Rohöl aus der Nordsee um mehr als sechs Prozent gestiegen. Nach wie vor zeichnet sich kein Ende des Iran-Kriegs ab, und die wichtige Transportroute von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus kann kaum genutzt werden.
"Die Situation an der Straße von Hormus ist festgefahren", sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, einen verstärkten Wirtschaftskrieg gegen den Iran führen zu wollen. Dabei dürfte er die Abnehmer von iranischem Öl ins Visier nehmen, darunter auch China.
Die Ölpreise sind seit Beginn des Jahres um mehr als 50 Prozent gestiegen. Stärkster Preistreiber ist der Iran-Krieg, in dem die USA und der Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus ringen. Während die Vereinigten Staaten zuletzt erklärten, dass Schiffe über eine südliche Route die Meerenge passieren können, beharrt Teheran weiterhin darauf, die Hoheit über diesen Schifffahrtsweg zu besitzen./jkr/jsl/he
AXC0148 2026-08-21/16:05