Aktien Frankfurt Ausblick: Stabilisierung nach vier Verlusttagen
Beim Dax ist nach einer
viertägigen Verlustserie am Freitag eine Stabilisierung in Sicht.
Eine Stunde vor Handelsbeginn deutet der X-Dax als
außerbörslicher Indikator auf ein Plus von 0,1 Prozent auf 26.013
Punkte hin. Damit würde es der deutsche Leitindex auch wieder über
die Marke von 26.000 Punkten schaffen. Am Vortag hatte er die
21-Tage-Linie halten können, womit aus technischer Sicht der
kurzfristige Trend intakt bleibt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
50 wird am Freitag mit plus 0,2 Prozent ebenfalls
stabilisiert erwartet.
Die internationalen Vorgaben geben dem Dax keine klaren Impulse. Mit
dem japanischen Nikkei 225 und dem
südkoreanischen Kospi entwickelten sich die wichtigsten der
technologielastigen asiatischen Indizes in unterschiedliche
Richtungen. In den USA hatte am Vortag vor allem der Leitindex Dow
Jones Industrial klar nachgegeben und der
technologielastige Nasdaq 100 nach dem europäischen
Handelsende sein Kursniveau unter dem Strich etwa gehalten.
Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades konstatierte einen
"geordneten Rückzug" der Anleger, denen die zunehmende Volatilität
am Anleihemarkt zu schaffen mache. Damit rücke eine mit Spannung
erwartete Auktion von 30-jährigen US-Staatsanleihen in den Fokus:
"Bleibt die erhoffte Nachfrage der Investoren aus, dürfte dies den
Stress im Bondmarkt weiter verschärfen und den Druck auf den Dax
gnadenlos erhöhen", befürchtet der Experte.
Vor dem Wochenende stehen einige Nachzügler der
Unternehmensberichtssaison im Fokus. Der Optikerkonzern Fielmann
senkte wegen der anhaltend mauen Konsumstimmung im
wichtigsten Markt Deutschland seine Jahresprognose für den Umsatz
und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(Ebitda). Er war bereits Anfang Juli mit den vorläufigen
Halbjahreszahlen vorsichtiger geworden und hatte bei beiden
Kennziffern das untere Ende der Zielspannen in Aussicht gestellt.
Vorbörslich sackten die Aktien deutlich ab.
Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim
berichtete für das zweite Quartal erneut ein prozentual
zweistelliges Wachstum für den Umsatz und das bereinigte Ebitda. Im
Vergleich zum Jahresauftakt schwächte sich die Dynamik jedoch ab.
Händler sprachen von einem durchwachsenen Zwischenbericht mit einer
enttäuschenden Margenentwicklung - die Aktien gerieten vor dem
Handelsstart unter Druck. Die Jahresprognose bestätigte der Konzern.
Beim Dialyseanbieter FMC sorgte die Meldung, dass
Fresenius seinen Anteil weiter reduziert hat, für
etwas Kursdruck. Der Gesundheitskonzern verkauft 7,8 Millionen
Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro an ausgewählte
institutionelle Investoren. Dies entspricht rund 2,9 Prozent des
Grundkapitals an FMC./gl/jha/