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Wiener Börse (Mittag) - ATX nach drei Verlusttagen stabilisiert / Leitindex 0,1 Prozent im Plus - Zahlen von UNIQA, SBO und Mayr Melnhof

Nach drei Verlusttagen in Folge sind die Zeichen am Wiener Aktienmarkt nach einem Auf und Ab im frühen Handel zuletzt wieder auf Stabilisierung gestanden. Der ATX stieg bis Mittag um 0,14 Prozent auf 6.601,99 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,10 Prozent auf 3.248,43 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld tendierte überwiegend etwas schwächer.

In den vergangenen Tagen hatten steigende Anleiherenditen und hohe Energiepreise den österreichischen Leitindex kumuliert um zwei Prozent von seinem Rekordniveau abrutschen lassen. Mit der 21- und der 50-Tage-Linie bei 6.577 respektive 6.505 Punkten nähert er sich zwei viel beachteten Trendindikatoren an. Die auch am Berichtstag weiter steigenden Öl- und Gaspreise wirkten sich jedoch nicht eindeutig auf die Kurse aus.

Die Zahlen der UNIQA, SBO und Mayr-Melnhof riefen eine gemischte Marktreaktion hervor. Während erstere am ATX-Ende 4,1 Prozent einbüßten, lagen SBO mit plus 2,6 Prozent ganz vorne im Leitindex. Mayr-Melnhof fielen im ATX prime um 3,1 Prozent.

Die UNIQA meldete für das erste Halbjahr ein Prämien- und Gewinnwachstum von zwölf bzw. 10,5 Prozent. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Analyst Thomas Unger von der Erste Group verwies darauf, dass die unveränderte Guidance auf eine vorsichtige Haltung des Managements hindeute, die wohl auch die Erwartung höherer wetterbedingter Schäden im zweiten Halbjahr widerspiegle.

Einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbuchte dagegen der Ölfeldausrüster SBO. Ein Lichtblick war der steigende Auftragseingang, zudem verwies Erste-Analystin Vladimira Urbankova auf Umsatzmomentum und steigende Margen im zweiten Quartal. Die erwartete Geschäftserholung dürfte im zweiten Halbjahr folglich langsam in Gang kommen, schlussfolgert die Expertin.

Auch Mayr-Melnhof veröffentlichte rückläufige Umsatz- und Ergebniskennzahlen. Verantwortlich dafür ist vor allem der Sondereffekt aus dem Verkauf der TANN-Gruppe im Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Verpackungskonzern ein anhaltend schwieriges Umfeld. Marktanalyst Oliver Wojahn von MWB Research attestierte dem Unternehmen betriebliche Resilienz in einem schwierigen Umfeld. Strukturelle Einsparungen, gezielte Preisanpassungen und strategische Vorhaben wie die Akquisition des Werks in Arnsberg würden die mittelfristige Perspektive stützen.

Unter den ATX-Schwergewichten folgten voestalpine mit minus zwei Prozent den schwachen Sektorvorgaben. Dagegen erholten sich Erste Group und RBI um jeweils ein Prozent etwas von den schwachen Vortagen.

spa/mik

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