Wiener Börse (Nachmittag) - ATX behauptet, Quartalszahlen im Fokus / Flughafen Wien nach Ergebnissen 3,6 Prozent im Plus - FACC verlieren nach Zahlen 3,3 Prozent
Die Wiener Börse hat sich am Mittwochnachmittag behauptet gezeigt. Der ATX hielt zuletzt mit einem knappen Plus von 0,07 Prozent bei 6.646,91 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime fiel minimal um 0,02 Prozent auf 3.267,95 Zähler. Auch andere Börsen in Europa zeigten sich nur wenig bewegt. Die jüngsten Ölpreisanstiege vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts konnten den Märkten nichts anhaben.
Für einzelne Kursausschläge an der Wiener Börse sorgten die in der Früh gemeldeten Quartalszahlen. Aktien des Flughafen Wien stiegen nach Meldung von Ergebnissen um 3,6 Prozent. Der Flughafen-Betreiber hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Nettogewinn um 7,0 Prozent auf 123,2 Mio. Euro gesteigert. Als Gründe dafür werden Kostendisziplin und ein starkes Auslandsgeschäft angegeben, das den Passagierrückgang am Standort Wien ausgeglichen habe. Der Umsatz stagnierte hingegen mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 529,3 Mio. Euro.
Die gemeldeten Zweitquartalszahlen des Airport-Betreibers hatten den Analysten der Erste Group zufolge die Markterwartungen übertroffen. Positiv werten die Experten zudem, dass das Unternehmen trotz des schwierigen geopolitischen Umfelds seine Jahresprognose angehoben hat.
FACC-Aktien verloren hingegen nach ihrer Zahlenvorlage 3,3 Prozent. Der Luftfahrtzulieferer steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 8,6 Prozent auf 526 Mio. Euro, während das operative Ergebnis (EBIT) um 38 Prozent auf 25,3 Mio. Euro zulegte. Die Zahlen lagen laut den Erste-Analysten im Rahmen der Erwartungen. Auch bei der FACC werten die Analysten die gemeldete Verbesserung des Geschäftsausblicks aber positiv.
Aktien der Steyr Motors fielen nach Meldung eines Halbjahresverlusts nur moderat um 0,4 Prozent. Die Titel haben allerdings bereits am Montag nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens rund ein Viertel an Wert eingebüßt.
Insgesamt hielten sich die meisten Kursbewegungen in engen Grenzen. Gesucht waren trotz der weltweit schwachen Tendenz von Halbleiteraktien die Titel von AT&S und legten 4,6 Prozent zu. Unter Druck kamen die Aktien des Baustoffkonzerns Wienerberger und verloren 2,4 Prozent. Schwach zeigten sich dem gesamteuropäischen Trend folgend auch einige Finanzwerte. RBI und VIG verloren jeweils 1,8 Prozent.
BAWAG-Aktien notierten nach einer Kurszielerhöhung 0,5 Prozent im Minus bei 175,80 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie von 145 auf 190 Euro angehoben und ihre Empfehlung "hold" bestätigt.
Die am Vormittag gemeldeten Inflationsdaten für die Eurozone waren wie erwartet ausgefallen und wirkten sich nicht merklich an den Börsen aus. Wichtige US-Konjunkturdaten stehen am Nachmittag nicht an. Mögliche Impulse für die Märkte könnte aber die nach Börsenschluss angesetzte Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle zur vergangenen Zinsentscheidung der US-Notenbank liefern. Die sogenannten "Minutes" könnten Aufschluss über die Diskussionen innerhalb des Offenmarktausschusses der Notenbank liefern, schreiben die Analysten der Helaba.
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