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USA: Michigan-Konsumklima trübt sich stärker ein als erwartet

Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im August stärker als erwartet eingetrübt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung um 4,2 Punkte auf 51,0 Zähler. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem leichten Rückgang auf 55,0 Punkte gerechnet. Sowohl die Erwartungen der Verbraucher als auch die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich merklich.

"Zwar war der Rückgang der Stimmung zu Beginn des Monats in verschiedenen Bevölkerungsgruppen weit verbreitet, doch waren besonders deutliche Einbußen bei älteren Verbrauchern, Verbrauchern mit geringerem Einkommen und Verbrauchern ohne Hochschulabschluss zu verzeichnen", schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Diese Gruppen sind alle besonders anfällig für einen durch die Inflation bedingten Kaufkraftverlust."

Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen auf hohem Niveau etwas an. Auf Sicht von einem Jahr stieg sie von 4,2 auf 4,3 Prozent. Vor dem Iran-Krieg im Februar lag der Wert noch bei 3,4 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) verharrten bei 3,3 Prozent. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Juli war diese auf 3,4 Prozent gefallen.

Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/he

AXC0227 2026-08-14/16:27

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