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Aktien Frankfurt: Dax bleibt dicht an Rekord dran

Der Dax behält am Montag mit einem leichten Plus sein Rekordhoch im Visier. In der Spitze fehlten zur Mittagszeit nur noch gut drei Punkte, doch für den letzten Schritt war der Schwung nicht groß genug. Am Nachmittag war der Abstand dann wieder einen Tick größer. Zuletzt stand dem Leitindex noch 0,3 Prozent höher bei 26.392 Zählern. Der MDax stand mit 32.430 Punkten 0,1 Prozent über seinem Freitagsniveau.

In Rekordnähe befindet sich der Dax in guter Gesellschaft, denn auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bleibt nah am Rekord. "An den weltweiten Börsen scheint weiterhin die Sonne", schrieben dazu die Experten von Index-Radar. Getragen sei dies von guten Unternehmenszahlen, gedämpften Sorgen vor Leitzinserhöhungen und der Hoffnung auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Einen diplomatischen Durchbruch im Iran-Krieg gibt es zwar weiterhin nicht, doch US-Präsident Donald Trump gibt sich gelassen.

JPMorgan-Anlagestratege Mislav Matejka bleibt optimistisch für Aktien und rechnet mit mehr Höchstständen - trotz zahlreicher Bedenken der Anleger, die von der Geopolitik über Inflationsangst bis hin zu Konjunktursorgen reichten. Das solide Fundament der Ergebnisentwicklung sowie die alles andere als übertriebene Positionierung der Anleger federten den Markt immer wieder gegen Schocks ab, so Matejka.

Was den KI-Megatrend betrifft, glaubt Matejka, dass die Ergebnisdynamik der Tech-Unternehmen weiterhin stark bleibt und der zuletzt erfolgte Risikoabbau der Anleger etwas übertrieben wurde. Er sieht in dem Sektor für die zweite Jahreshälfte allerdings auch "keinen eindeutigen Gewinner". Am Montag gehörten Dax-Aktien mit KI-Fantasie wie Infineon oder Siemens Energy wieder mit bis zu 3,5 Prozent Plus zu den Favoriten.

In puncto Berichtssaison ging die neue Woche ruhiger los. Das Dax-Mitglied Gea bestätigte vorläufige Zahlen nebst dem Ausblick. Der Neuigkeitsgehalt war gering und die Kursbewegung war mit einem Anstieg um 0,2 Prozent verhalten. Im Nebenwertebereich zeigte Hypoport nach finalen Zahlen mit einem Anstieg um ein Prozent etwas mehr Bewegung.

Einen deutlichen Rückschlag um mehr als sieben Prozent gab es nach der jüngsten Erholungsrally bei Stabilus . Für Unsicherheit sorgt bei dem Gasdruckfeder-Hersteller ein Vakuum in der Führungsriege, denn Finanzchef Andreas Jaeger hat seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufgelöst. Die Verantwortung für sein Ressort übernimmt übergangsweise der Vorstandsvorsitzende Michael Büchsner.

Relativ deutliche Kursgewinne gab es bei zwei MDax-Werten wegen Analystenempfehlungen. Elmos gehörten im Index mittelgroßer Werte mit einem Anstieg um 3,3 Prozent zur Spitzengruppe. Der Chipkonzern rückt bei Oddo BHF in die Favoritenrolle gegenüber dem Konkurrenten Melexis. Der Experte Martin Marandon-Carlhian traut Elmos mit seinem Kursziel von 200 Euro eine Rückkehr in Rekordnähe zu.

Aumovio zogen im MDax auch um mehr als drei Prozent an nach einer Hochstufung auf "Outperform" von Bernstein Research. Harry Martin ist der Auffassung, dass bei dem Autozulieferer jetzt viele Unsicherheitsfaktoren bereinigt sind. Für Anleger sieht er wegen des eingepreisten Bewertungsabschlags eine Einstiegschance./tih/jha/

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0160 2026-08-10/14:35

Relevante Links: GEA Group AG, Hypoport SE, Siemens Energy AG, Infineon Technologies AG, Aumovio SE, Elmos Semiconductor SE, Stabilus SE

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