Wiener Börse (Mittag) - ATX notiert leicht im Plus / ATX mit plus 0,05 Prozent - Bankaktien am ATX-Ende - AT&S folgt europaweitem Trend zu Technologiewerten
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag zu Mittag mit einem leichten Plus präsentiert. Der heimische Leitindex ATX stieg kurz nach 12.30 Uhr um 0,05 Prozent auf 6.656,01 Punkte. Der ATX Prime legte um 0,06 Prozent auf 3.279,59 Zähler zu. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls mehrheitlich mit Zugewinnen. Auch hier gab es keine großen Sprünge.
Hoffnungen auf eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormuz wurden am Wochenende erneut eine Absage erteilt. Dabei stellte der Iran neue Bedingungen. US-Präsident Donald Trump gab sich allerdings demonstrativ gelassen. "Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit", sagte er am Sonntag dem Nachrichtenportal "Axios". "Wir verhandeln nur halbherzig mit ihnen." Er verwies auf wirtschaftliche Probleme des Irans und eine enorme Inflation - und ergänzte: "Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie."
Auch der Sentix-Konjunkturindikator brachte keine entscheidenden Impulse. Demnach schätzen Finanzmarktexperten die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum erneut positiver ein, als von Volkswirten erwartet. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im August um 4,0 Punkte auf plus 0,9 Punkte zu, wie das Institut am Montag mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf minus 0,5 Punkte gerechnet. Insbesondere die Einschätzung der aktuellen Lage habe sich deutlich verbessert, heißt es in der Mitteilung.
"Das Wachstum im zweiten Quartal fiel stärker als erwartet aus, gleichzeitig zeigen Industrieproduktion, Wirtschafts- und Verbrauchervertrauen Erholungstendenzen", schreiben die Sentix-Experten. Steigende Investitionen, staatliche Ausgaben und eine zunehmende wirtschaftspolitische Stimulierung hätten sich stabilisierend ausgewirkt. Der Vertrauensschock infolge des Iran-Krieges scheint demnach "zumindest teilweise verarbeitet", auch wenn hohe Energiekosten weiter belasten.
Die schwer gewichteten Bankaktien stehen, wie schon am Freitag, im Zeichen von Gewinnmitnahmen. BAWAG verlor als ATX-Schlusslicht 1,42 Prozent. RBI sank um 1,20 Prozent. Zudem verlor die Post 0,81 Prozent. Die Erste Group blieb gegen den Trend unverändert.
Europaweit verzeichneten Technologiewerte Gewinne. Diesem Trend schloss sich AT&S mit einem kräftigen Plus von 6,41 Prozent an. CA Immo legten um 1,86 Prozent zu. Uniqa stiegen um 1,44 Prozent.
Am Mittwoch geben Do&Co und Wienerberger ihre Quartalszahlen bekannt. Die Werte des Cateringkonzerns sanken zu Mittag um 0,98 Prozent, während die Aktien des Baustoffkonzerns unverändert blieben.
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