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Wiener Aktienmarkt vorbörslich tiefer erwartet / ATX mit einem Minus von 0,3 Prozent taxiert - Straße von Hormuz erneut im Fokus

Die Wiener Börse dürfte am Montag tiefer in die neue Handelswoche starten. Dazu trägt auch die anhaltende Unsicherheit über eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormuz bei - und damit die erneut gestiegenen Ölpreise. Bankenindikationen sahen den ATX rund 45 Minuten vor Handelsbeginn bei 6.630 Punkten und damit 0,3 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Zwar stehe ein Abkommen mit Oman über neue Schifffahrtsrouten kurz vor dem Abschluss, teilte die Regierung in Teheran am Sonntag mit. Die wichtige Wasserstraße werde jedoch erst wieder freigegeben, wenn die USA weitere Bedingungen wie etwa Entschädigungszahlungen für Angriffe erfüllten. Für zusätzliche Verunsicherung am Markt sorgte ein Angriff der jemenitischen Houthi-Miliz auf eine Raffinerie des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco am Sonntag. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise noch um mehr als sieben Prozent gefallen, da Anleger auf eine rasche Öffnung der Meerenge gehofft hatten, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweit geförderten Öls transportiert wurde.

Dennoch gibt sich US-Präsident Donald Trump demonstrativ gelassen. "Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit", sagte er dem Nachrichtenportal "Axios". "Wir verhandeln nur halbherzig mit ihnen." Er verwies auf wirtschaftliche Probleme des Irans und eine enorme Inflation - und ergänzte: "Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie." Axios zitierte zudem US-Beamte mit der Aussage, dass Trump vorerst auf Deeskalation setze.

Konjunkturseitig steht zu Wochenbeginn mit dem sentix-Investorenvertrauen die erste Umfrage des laufenden Monats zur Veröffentlichung an. Bei dieser Umfrage werden ausschließlich Finanzmarktteilnehmer befragt, sodass sich eine Verbesserung abzeichnet, schreiben die Helaba-Analysten.

Unternehmensseitig ist in Österreich am Montag wenig zu erwarten. In der Vorwoche machte der ATX ein ansehnliches Plus von drei Prozent - vor allem dank der starken Bankaktien, die unter anderem von positiven Analystenstimmen zu den jüngsten Quartalszahlen profitierten. Angesichts von Gewinnmitnahmen legten diese allerdings am Freitag wieder ein wenig den Weg nach unten an.

Am Freitag hatte der ATX nach drei Rekordtagen in Folge um 1,36 Prozent schwächer bei 6.652,73 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:

Pierer Mobility +7,84% 28,90 Euro
Palfinger       +1,49% 30,65 Euro
Agrana          +1,35% 11,30 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:

Post       -4,94% 30,80 Euro 
Rosenbauer -3,59% 64,40 Euro 
AT&S       -2,84% 143,60 Euro

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