Berichte: Huthi starten weitere Angriffe im Jemen
Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen.
Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, die Luftabwehr habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Opfer habe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen.
Bereits am Donnerstag hatte die Miliz nach eigenen Angaben Militärlager der Regierung in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen. Militärsprecher Jahja Sari kündigte weitere Angriffe an.
Die ölreiche Provinzen sind in dem seit mehr als zehn Jahren andauernden Bürgerkrieg besonders umkämpft. Die offiziell anerkannte Regierung im Jemen wird von Saudi-Arabien unterstützt. Im Bürgerkrieg herrschte seit 2022 eine inoffizielle Waffenruhe.
Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen in der von der Miliz kontrollierten Hauptstadt Sanaa erneut eskaliert. Die Huthi hatten jüngst auch mehrere saudi-arabische Schiffe angegriffen oder zu Kurswechseln gezwungen./arj/DP/nas
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