Die europäischen Aktienmärkte haben
am Donnerstag weiter zugelegt. Der EuroStoxx 50 als
Leitindex für die Eurozone stieg um 0,59 Prozent auf 6.515,04 Punkte
und bewegte sich damit auf Rekordniveau. "Für Rückenwind sorgt die
Hoffnung auf eine Einigung zwischen Iran und Oman über eine neue
Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus", stellte Markexperte
Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest.
Auch außerhalb der Eurozone ging es leicht nach oben. So gewann der
schweizerische Leitindex SMI 0,21 Prozent auf
14.582,68 Punkte. Der britische FTSE 100 zog um 0,31
Prozent auf 10.921,90 Punkte an.
Gefragt waren Telekomwerte. Hier setzte das Schwergewicht Deutsche
Telekom mit über fünf Prozent Kursgewinn ein
Ausrufezeichen. Die Telefongesellschaft hatte ihren Ausblick für den
Barmittelfluss für das Gesamtjahr leicht angehoben. Zudem baut der
Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus.
Um vier Prozent nach oben ging es mit der Aktie der Swisscom.
Analysten lobten das besser als erwartet laufende Schweizer
Kerngeschäft sowie die rasch voranschreitende Integration von
Vodafone Italia.
Nicht ganz so eindeutig war die Entwicklung bei den Versicherern.
Swiss Re tendierten nach anfänglichen Verlusten kaum
verändert. Insgesamt fanden die Halbjahreszahlen in Kommentaren
lobende Worte, allerdings wurde auch auf den anhaltenden Preisdruck
im Rückversicherungsgeschäft verwiesen.
Zurich verloren dagegen 2,5 Prozent. Analysten
bemängelten die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung
(P&C). Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg verwiesen
zudem auf die hohe Bewertung der Aktie.
Unter den schwächelnden Industriewerten ragten Siemens
mit sechs Prozent Abschlag heraus. Gute Zahlen
brachten der Aktie damit keinen neuen Schwung - im Gegenteil: "Nach
der Rekordrally greifen viele Anleger zu Gewinnmitnahmen", so
Molnar. "Ein klassischer Fall von 'Sell the Good News'."/mf/mis