Merck hebt nach unerwartet starkem Quartal erneut die Jahresziele
Der Dax -Konzern Merck KGaA
hebt nach einem unerwartet starken zweiten Quartal
seine Jahresziele erneut an. Vorstandschef Kai Beckmann erwartet
2026 nun einen Umsatz von 21,0 bis 21,8 Milliarden Euro, nachdem die
Prognose im Mai bereits auf 20,4 bis 21,4 Milliarden Euro erhöht
worden war. Grund seien die anhaltende Erholung der Laborsparte rund
um die Arzneimittelherstellung, starke Verkäufe von
KI-Halbleitermaterialien, nachlassender Währungsgegenwind sowie
geringere Zollrückerstattungen an Kunden, teilte das Unternehmen am
Donnerstag mit. Zudem zeigt sich Merck für das US-Geschäft beim
Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad optimistischer.
Im zweiten Quartal übertraf Merck die Markterwartungen. Der Umsatz
stieg um 3,4 Prozent auf 5,43 Milliarden Euro, aus eigener Kraft war
dies ein Plus von 4,1 Prozent. Der Nachsteuergewinn sank zwar um
fast ein Viertel auf 494 Millionen Euro. Das um Sondereffekte
bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber.
Ebitda) legte jedoch um gut 9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu.
Für 2026 erwartet Merck nun ein operatives Ergebnis von 5,9 bis 6,3
Milliarden Euro statt wie bislang 5,7 bis 6,1 Milliarden
Euro./tav/men