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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.08.2026 - 17.15 Uhr

ROUNDUP: Zweifel über schnelle Öffnung der Straße von Hormus

TEHERAN/WASHINGTON/MASKAT - Nach Ankündigungen der USA und des Irans über Fortschritte hin zu einer Lösung im Konflikt um die Straße von Hormus bleiben Zweifel an einer schnellen Übereinkunft. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend (Ortszeit) von einer Öffnung der Meerenge am Mittwoch oder Donnerstag gesprochen. Aus Teheran hieß es, man verhandle erfolgreich mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie der Staatssender Press TV berichtete. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass dies noch keine zügige Öffnung der Straße von Hormus bedeute.

USA: ISM-Dienstleisterstimmung verbessert sich weniger als erwartet

TEMPE - Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich im Juli weniger als erwartet verbessert. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 0,1 Punkte auf 54,1 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 54,5 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

USA: Beschäftigung in der Privatwirtschaft steigt weniger als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist im Juli weniger stark gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat legte sie um 44.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 65.000 Stellen erwartet. Im Juni war die Beschäftigtenzahl noch um revidierte 95.000 (zunächst 98.000) gestiegen.

Studie: AfD-Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt finanziell nicht umsetzbar

HALLE - Das Regierungsprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt wäre nach einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Fall einer Alleinregierung finanziell nicht umsetzbar. Nach Berechnungen des Instituts fehlten im Landeshaushalt mindestens 2,2 Milliarden Euro pro Jahr, um die bezifferbaren Vorhaben der Partei zu finanzieren. Grundlage der Analyse sind amtliche Daten und das Regierungsprogramm der AfD zur Landtagswahl am 6. September.

ROUNDUP: Dienstleister erholen sich weiter von Folgen des Iran-Kriegs

LONDON - Die Stimmung der Dienstleister in der Eurozone hat sich im Juli erneut verbessert und deutet wieder auf Wachstum in dem Bereich hin. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg um 2,3 Punkte auf 51,7 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Es ist der mittlerweile dritte Anstieg in Folge. In einer ersten Schätzung waren 51,6 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen weniger stark - Energiepreise bremsen

LUXEMBURG - Der Anstieg der Erzeugerpreise hat sich in der Eurozone im Juni dank einer Entspannung bei den Energiekosten deutlich abgeschwächt. Die Preise, die Firmen für ihre Waren verlangen, legten im Jahresvergleich um 4,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Im Mai hatte die Rate noch bei 5,9 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Erzeugerpreise zurück, wie Eurostat weiter mitteilte. Sie fielen um 0,3 Prozent. Volkswirten hatten die Preisentwicklung erwartet.

Großbritannien: Dienstleistungsstimmung hellt sich stärker als erwartet auf

LONDON - Die Stimmung der Dienstleister in Großbritannien hat sich im Juli stärker als erwartet aufgehellt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Punkte auf 52,1 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Mittel eine Bestätigung der Erstschätzung von 51,8 Punkten erwartet.

China: Dienstleisterstimmung fällt deutlich - tiefster Stand seit September 2024

PEKING - Die Stimmung chinesischer Dienstleister ist im Juli überraschend stark eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Der am Mittwoch von der Ratingagentur RatingDog veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank um 3,7 Punkte auf 50,4 Zähler. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2024. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet, waren aber im Schnitt von 53,7 Punkten ausgegangen.

China schlägt im Handelsstreit mit den USA zurück

PEKING - Im laufenden Handelsstreit zwischen China und den USA hat die Regierung in Peking mehrere Gegenmaßnahmen verhängt. Ein Teil davon ist eine Reaktion auf neue US-Importbeschränkungen wegen des Vorwurfs der Zwangsarbeit in der nordwestchinesischen Region Xinjiang.

Milliarden-Erträge aus festgesetztem Russen-Geld für Ukraine

BRÜSSEL - Die Ukraine kann mit einer weiteren Milliarden-Unterstützung aus Erträgen von festgesetztem russischem Geld rechnen. Die EU erhielt eine Zahlung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Gewinnen aus den Zinsen, die von den immobilisierten Vermögenswerten der russischen Zentralbank stammen, wie die EU-Kommission mitteilte. Es ist die fünfte Tranche dieser Art. Das Geld wird für laufende EU-Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine verwendet.

Großaufträge aus Übersee retten Auftragsbilanz

FRANKFURT - Mehrere Großaufträge aus Übersee haben im Juni die Auftragsbilanz der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer gerettet. Der preisbereinigte Wert sämtlicher Bestellungen übertraf damit im Juni den Vorjahresmonat um 21 Prozent, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt berichtet. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Zuwachs von fünf Prozent.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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