Wiener Börse - ATX gewinnt 1,93 Prozent / Iran verhandelt mit Oman - US-Wirtschaftsdaten im Fokus
Die Wiener Börse hat am Montag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Plus von 1,93 Prozent und 6.582,76 Punkten. Der heimische Leitindex blieb damit nur knapp unter dem Rekord vom 22. Juni (6.594,82). Der breiter gefasste ATX Prime legte 1,85 Prozent auf 3.240,66 Zähler zu. Auch an anderen Börsen in Europa ging es zum Teil klar nach oben. Angetrieben wurden die Märkte von spürbaren Rückgängen bei den Ölpreisen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende von einer Fortsetzung weiterer Luftangriffe auf den Iran abgesehen und Gespräche zwischen den USA und dem Iran angekündigt. Der Iran verhandelt nach Angaben von Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei aktuell mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könnte vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe.
Nach Angaben von Baghaei handelt es sich um bilaterale Verhandlungen zwischen den beiden Anrainerstaaten. Teheran führe derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Fragen im Zusammenhang mit dem Iran und den USA sollten in den nächsten Phasen geprüft werden, um eine weitere Entwicklung abzuschätzen.
Am Nachmittag rückten aktuelle US-Wirtschaftsdaten in den Fokus. Die Stimmung in der US-Industrie hellte sich im Juli unerwartet deutlich auf. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 2,3 Punkte auf 55,6 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 53,9 Punkten gerechnet. Der ISM-Index befinde sich klar in der Wachstumszone und auf dem höchsten Stand seit 2022, was auf die solide Verfassung der US-Konjunktur hinweise, kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. "Die Zahlen dürften die Zinserhöhungserwartungen tendenziell forcieren, zumal ein Schritt im September nicht mehr vollständig eingepreist ist; die Wahrscheinlichkeit dafür liegt derzeit bei knapp 65 Prozent."
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