Selenskyj: Schiff im Asowschen Meer versenkt
Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und "dank der Treffsicherheit" ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.
Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Es gehört demnach zu dem mit EU-Sanktionen belegten Logistikunternehmen FESCO, das wiederum zu Rosatom gehört. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden.
"Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte", wird Rosatom-Chef Alexej Lichatschow zitiert. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden.
Ukraine nimmt erneut Ölindustrie ins Visier
Selenskyj gab auch an, dass Infrastruktur von drei Raffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan getroffen worden sei. Republik-Chef Radi Chabirow teilte bei Telegram mit, dass Trümmerteile einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in ein Industriegebiet in Ufa gestürzt seien. Er sprach von Rauchbildung in der Folge, Verletzte gebe es nicht.
In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer und kilometerhohe Rauchsäulen zeigen sollen.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion, auch mit Gegenangriffen im russischen Hinterland. Mit Attacken gegen die russische Ölindustrie will sie den Treibstoffnachschub für russische Truppen stören und Moskaus Kriegskasse schmälern. Mit Drohnenangriffen brachte Kiew zuletzt den russischen Schiffsverkehr im Schwarzen und Asowschen Meer weitgehend zum Erliegen./ksr/DP/zb
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