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Wiener Börse - ATX gut behauptet, verhaltene Juli-Bilanz / Leitindex am Monatsende 0,05 Prozent höher

Gute Unternehmensergebnisse und starke Tech-Vorgaben haben dem ATX am Freitag nur vorübergehend Aufwind verliehen. Nachdem der anfängliche Schwung abgeklungen war, verlor der österreichische Leitindex nach und nach an Terrain und schloss bei 6.457,92 Punkten nur noch knappe 0,05 Prozent im Plus. Ähnlich mager fällt die Wochenbilanz aus, während für den Juli sogar ein leichter Monatsverlust zu Buche steht. Der ATX Prime gewann am Freitag 0,07 Prozent auf 3.181,80 Zähler.

Auch das europäische Umfeld schloss höher, aber deutlich unter den Tageshöchstständen. Die fehlende Marktbreite habe zu einem Verlust der Aufwärtsdynamik und zu Gewinnmitnahmen nach einer starken Börsenwoche geführt, sagte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Zusätzlich hätten die erneut gestiegenen Ölpreise angesichts der unverändert angespannten Lage im Nahen Osten auf die Stimmung gedrückt.

Hinzu kam, dass die Kerninflationsrate im Euroraum im Juli entgegen den Erwartungen leicht anzog, auch wenn die Daten keine unmittelbar negative Marktreaktion mit sich zogen. Den energiepreisbedingten Anstieg der allgemeinen Inflationsrate auf 2,9 Prozent hatten Ökonomen prognostiziert. Laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt bei der Commerzbank, ist eine EZB-Zinserhöhung nach der Sommerpause überfällig. Er verweist auf die erhöhten langfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher. Krämers Pendant von der VP Bank, Thomas Gitzel, stellt hingegen eine Zinsanhebung im September infrage, denn "klare Indizien für ernst zu nehmende Zweitrundeneffekte gibt es bisher nicht".

spa/ste

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