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ROUNDUP: Puma verliert weiter an Umsatz und bleibt in den roten Zahlen

Der Konzernumbau sowie eine schwächere Nachfrage im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt haben die Umsätze des Sportartikelherstellers Puma im zweiten Quartal belastet. Zudem schreibt das Unternehmen weiter rote Zahlen. Im zweiten Halbjahr soll sich die Entwicklung schrittweise verbessern. Die Prognose für das von Konzernchef Arthur Hoeld ausgerufene "Übergangsjahr" bekräftigte Puma.

Am Aktienmarkt kamen die Aussagen nicht gut an. Das im MDax notierte Papier verlor zum Wochenschluss zunächst mehr als sechs Prozent, zuletzt reduzierte sich der Verlust auf rund 2,7 Prozent. Dabei bleibt die Bilanz im laufenden Jahr noch positiv.

Der Sportartikelhersteller befinde sich auf einem mühsamen Weg, bemerkte Jefferies-Analyst James Grzinic. Die Ergebnisse für das zweite Quartal hätten zwar weitgehend den Erwartungen entsprochen. Trotz der Fußball-Weltmeisterschaft habe sich das Umsatzwachstum jedoch abgeschwächt. Dies unterstreiche die anhaltenden Herausforderungen für den Konzern, die Attraktivität der Marke Puma wieder zu steigern. Der Abbau der Lagerbestände sowie die Wiedergewinnung des Marktinteresses dürften Zeit benötigen.

Puma befindet sich mitten in einer Restrukturierung, die den zuletzt schwächelnden Konzern wieder nach vorne bringen soll. "Wir haben Ineffizienzen abgebaut, unsere Kostenbasis optimiert und unsere Organisationsstruktur verbessert", berichtete Hoeld.

Umsatzseitig konnte Puma dabei im zweiten Quartal noch keine Verbesserungen daraus erzielen. Die Erlöse sanken um knapp zehn Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Insbesondere das Großhandelsgeschäft in der amerikanischen und europäischen Region entwickelte sich schwächer. Dabei senkt Puma derzeit die Verkäufe in diesen Kanal, speziell in Nordamerika und Europa. Auch im eigenen Einzelhandel ging die Nachfrage leicht zurück, während das E-Commerce-Geschäft ein leichtes Plus verzeichnete.

Keine signifikanten Auswirkungen auf den Umsatz gab es durch die Fußball-Weltmeisterschaft, wie Hoeld in einer Telefonkonferenz sagte. So rüstete Puma neben der Schweiz hauptsächlich afrikanische Mannschaften aus. Der Markt ist dabei insgesamt nicht so groß, wie zum Beispiel bei den von Adidas ausgerüsteten Teams. So stellte Adidas unter anderem die Trikots der beiden Finalisten Argentinien und Spanien sowie den WM-Ball.

Der Umsatzrückgang belastete die Profitabilität. Puma schreibt so weiter rote Zahlen. Der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg auf 41,9 Millionen Euro, nach minus 24,5 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich sank der Fehlbetrag jedoch wegen deutlich geringerer Einmalkosten um gut 70 Prozent auf 72,8 Millionen Euro.

Hoeld geht für das dritte Quartal von einem weiteren Umsatzrückgang aus. Erlöse und operatives Ergebnis dürften sich jedoch gegenüber dem zweiten Quartal verbessern. Im Schlussquartal erwartet der Konzernchef dann weitere Fortschritte. "Das stimmt uns für die weitere Entwicklung des Gesamtjahres zuversichtlich und wir bestätigen unseren Ausblick", so Hoeld. So soll der währungsbereinigte Umsatz im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sinken, das Ebit soll einschließlich der Kosten für das Effizienzprogramm minus 50 bis minus 150 Millionen Euro betragen.

Positiv wirken sich dabei Rückzahlungen durch unrechtmäßig erhobene Zölle aus, die jedoch durch die Belastung im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt wieder aufgehoben werden, wie es hieß.

Hoeld hatte im dritten Quartal des vergangenen Jahres wegen der schlechten Entwicklung einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorsieht. Dazu sollen Lagerbestände abgebaut, unrentable Läden geschlossen und insgesamt 1.400 Stellen gestrichen werden. Diese Maßnahmen sollen ab 2027 wieder ein "nachhaltiges" Wachstum ermöglichen./nas/mne/mis

 ISIN  DE0006969603

AXC0158 2026-07-31/12:20

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