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Wiener Börse (Eröffnung) - Tech-Vorgaben und Zahlen treiben ATX an / Gute Zahlen stützten RBI, OMV dagegen verhalten - AT&S erneut stark

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Angetrieben von fallenden Ölpreisen, guten Unternehmensergebnissen und starken Tech-Vorgaben ist der ATX am Freitag fester ins Geschäft gestartet. Der ATX stand nach rund 50 Handelsminuten auf 6.555,92 Punkten und damit 1,57 Prozent im Plus. In gleicher Höhe dürfte der Wochengewinn ausfallen und die Juli-Bilanz nur geringfügig schlechter. Für den ATX Prime ging es zum Wochenausklang um 1,46 Prozent auf 3.226,13 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld eröffnete freundlich.

Auch abseits der Ölpreisentwicklung bleibt die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf der Inflationsentwicklung. Denn am Vormittag stehen die entsprechenden Juli-Daten für die Eurozone an. Die bereits veröffentlichten Zahlen für Deutschland und Spanien würden zur Vorsicht mahnen, schreiben die Ökonomen der Helaba, denn sie hätten beide einen energiepreisbedingten Anstieg der Teuerung ausgewiesen.

Mit Blick auf die Berichtssaison standen vor dem Wochenende noch die Veröffentlichungen der OMV, der RBI und der RHI Magnesita an. Nach einer zunächst verhaltenen Kursreaktion nahmen zuletzt zumindest die Titel der RBI an Fahrt auf.

Die Bank konnte mit einem kräftigen Gewinnwachstum aufwarten und übertraf damit die Erwartungen. Das Konzernergebnis (ohne Russland) lag im Zweitquartal bei 499 Mio. Euro, während Analysten im Schnitt nur mit 408 Mio. gerechnet hatten. Der angehobene Ausblick erscheine konservativ, schrieb Barclays-Experte Krishnendra Dubey zu den Zahlen der heimischen Bank. Auch Erste-Analyst Thomas Unger sprach von besser als erwartet ausgefallenen Zahlen. Er verwies aber auf die starke Kursentwicklung der vergangenen Wochen, die zudem andere positive Entwicklungen wie die Rasperia-Klage und die Addiko-Übernahme reflektieren würde. Am Freitag kletterten die RBI-Aktien um weitere 2,7 Prozent auf einen neuen Rekordstand hoch.

Noch deutlicher sprangen AT&S um 7,7 Prozent hinauf. Die Titel knüpften damit an ihre Erholungsbewegung vom Vortag an, nachdem sie zuletzt kurz den tiefsten Stand seit Ende Mai markiert hatten. Starke Vorgaben lieferten die technologielastigen asiatischen Märkte, wo der südkoreanische Leitindex Kospi um knapp 18 Prozent anzog. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die euphorisch aufgenommenen Quartalszahlen des US-Technologiekonzerns Microsoft.

Vergleichsweise verhalten fiel die Reaktion auf die Zahlen der OMV aus, die Titel des Chemie- und Energiekonzerns legten um 0,3 Prozent zu. Die OMV hat im zweiten Quartal 2026 einen kräftigen Anstieg im operativen Geschäft verbucht. RBC-Analyst Adnan Dhanani sprach in einer ersten Reaktion von soliden Zahlen des heimischen Ölkonzerns, die selbst die durch das jüngste Trading-Update erhöhten Erwartungen übertroffen hätten. Der starke Beitrag von Borouge International sollte ermutigend wirken, zusammen mit der anhaltenden Stärke bei den Margen, so der Experte. Als leichten Wermutstropfen nannten Analysten den operativen Cashflow, der unter dem Konsens lag, was jedoch zumindest teilweise durch den hohen Borouge-Beitrag erklärbar sei, der nicht in den Cashflow einfließt.

RHI wurden zwar in Wien noch nicht gehandelt, die Londoner Notierungen des Unternehmens gaben jedoch etwas nach. Der Feuerfestkonzern hat in der ersten Jahreshälfte 2026 trotz Umsatzrückgangs mehr Gewinn gemacht. Etwas Aufschwung im Stahlbereich, während die Schwäche im Industriesektor anhält, fasste RBC-Analyst Mark Fielding das Zahlenwerk zusammen.

spa/mik

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