Nestle-Chef will Schulden ohne L'Oréal-Verkauf abbauen
Nestlé
"Klar, wir müssen unsere Verschuldung reduzieren", sagte Navratil. Mit dem Verkauf des Wassergeschäfts oder auch mit kleineren Veräußerungen wie jener von Blue Bottle Coffee arbeite man auf dieses Ziel hin.
Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle "etwa in der Mitte zwischen 2 und 3 liegen", so der Nestlé-Chef. Per Ende 2025 lag das Verhältnis bei gegen 2,85. Absolut wies Nestlé Ende Juni eine Nettoverschuldung von 56,3 Milliarden Franken aus. Vor einem Jahr lag der Betrag bei 60 Milliarden.
Einen Verkauf der rund 20-prozentigen Beteiligung an L'Oréal schließt der Konzernchef jedoch aus. Zwar "könnte man theoretisch die Schulden deutlich reduzieren", räumte Navratil ein. "Aber es wäre eine Abkürzung." Stattdessen wolle Nestlé "unsere Hausaufgaben" machen und "die Verschuldung organisch herunterzubringen und dabei auch das Portfolio und den Konzern besser aufzustellen". L'Oréal bleibe "eine finanzielle Beteiligung und wir sind glückliche Aktionäre".
Bei der Kapitalallokation setzt Nestlé klare Prioritäten. "Die höchste Priorität" hätten Investitionen in organisches Wachstum, danach folgten die Dividende und der Schuldenabbau. Übernahmen und Aktienrückkäufe hätten dagegen derzeit keine Priorität./to/cg/AWP/jha
ISIN FR0000120321 CH0038863350
AXC0058 2026-07-31/07:28
Relevante Links: Nestlé SA, L'Oréal S.A.