Vorzieheffekte: Thyssenkrupp Nucera setzt mehr um als erwartet
Der Elektrolysespezialist Thyssenkrupp Nucera
"Die Umsatzentwicklung liegt dabei oberhalb der bisherigen Erwartungen. Wesentlicher Grund hierfür sind zeitliche Vorzieheffekte aus großen Neubauprojekten, insbesondere im Segment Chlor-Alkali, bei denen ursprünglich für das vierte Quartal 2025/26 erwartete Umsätze bereits im dritten Quartal realisiert wurden."
Im Vergleich zum schwachen Vorquartal habe sich der Umsatz fast verdreifacht. Zudem wurde der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den Monaten April bis Juni im Quartalsvergleich deutlich reduziert. Der operative Verlust habe bei zwei Millionen Euro gelegen. Im zweiten Quartal lag das Minus noch bei 65 Millionen Euro. Experten hatten den Unternehmensangaben zufolge mit einem höheren Minus gerechnet.
Der Auftragseingang habe im dritten Quartal bei 81 Millionen Euro gelegen und damit deutlich unter dem Wert des Vorquartals, aber über dem Wert des Vorjahres. Die Thyssenkrupp-Nucera-Aktie legte nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss leicht zu, drehte aber kurz danach ins Minus. Das im MDax notierte Unternehmen Thyssenkrupp hält etwas mehr als die Hälfte der Anteile des Elektrolysespezialisten.
Der Konzern hatte die Tochter im September zu 20 Euro das Stück an die Börse gebracht. Thyssenkrupp Nucera war an der Börse nur zu Beginn ein Erfolg. In den ersten Wochen ging es bis auf etwas mehr als 25 Euro nach oben. Seitdem geht es Schritt für Schritt nach unten. Der Börsenwert liegt derzeit bei knapp einer Milliarde Euro./zb/he
ISIN DE0007500001 DE000NCA0001
AXC0379 2026-07-30/19:19
Relevante Links: ThyssenKrupp AG, THYSSENKRUPP NUCERA O.N.