EQS-Adhoc: AUMOVIO und BMW erzielen Vergleich zur einvernehmlichen Erledigung rechtlicher Auseinandersetzungen; Anpassung der Prognose (deutsch)
AUMOVIO und BMW erzielen Vergleich zur einvernehmlichen Erledigung rechtlicher Auseinandersetzungen; Anpassung der Prognose
EQS-Ad-hoc: AUMOVIO SE / Schlagwort(e): Bedeutende Verträge/Prognose / Gesamtjahr AUMOVIO und BMW erzielen Vergleich zur einvernehmlichen Erledigung rechtlicher Auseinandersetzungen; Anpassung der Prognose
30.07.2026 / 17:03 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Frankfurt a.M., 30.07.2026 - AUMOVIO SE: AUMOVIO und BMW erzielen Vergleich zur einvernehmlichen Erledigung rechtlicher Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit einem zurückliegenden Gewährleistungsfall und vereinbaren Stärkung ihrer Partnerschaft; Anpassung der Prognose
Die AUMOVIO SE (ISIN: DE000AUM0V10, "Gesellschaft") und die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft ("BMW") haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Damit wird die rechtliche Auseinandersetzung beendet, an der neben BMW auch die Continental Aktiengesellschaft und die AUMOVIO Germany GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der AUMOVIO SE, beteiligt sind. Die Auseinandersetzung betrifft einen zurückliegenden Gewährleistungsfall im Zusammenhang mit einem integrierten Bremssystem. Die Parteien haben vereinbart, dass alle Ansprüche erledigt sind, die Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung waren.
Die AUMOVIO Germany GmbH und BMW sind übereingekommen, zur Stärkung ihrer Geschäftsbeziehungen und damit zur Ausweitung ihrer Technologiepartnerschaft eingehend und langfristig zusammen zu arbeiten. Dies umfasst auch die Erteilung neuer Aufträge durch BMW an die AUMOVIO Germany GmbH in einem Volumen von über einer Milliarde Euro.
Die AUMOVIO Germany GmbH wird an BMW im Rahmen der Gesamteinigung einen Betrag i.H.v. EUR 350 Mio. zahlen ("Vergleichsbetrag"). Die Zahlung des Vergleichsbetrags wird vereinbarungsgemäß in zwei Teilzahlungen im dritten und vierten Quartal 2026 geleistet.
Für diesen Sachverhalt wurde bisher eine Rückstellung in Höhe von EUR 54 Mio. passiviert.
Die bilanziellen Auswirkungen des Vergleichs werden das Ergebnis des zweiten Quartals 2026 belasten. Im Einklang mit den für die Gesellschaft geltenden Definitionen bereinigter Kennzahlen wird ein Teil der aus dem Vergleich resultierenden Belastung bei der Ermittlung des Bereinigten EBIT als Sondereffekt berücksichtigt.
Vorbehaltlich des noch laufenden Reviews des Zwischenabschlusses erwartet die Gesellschaft für das zweite Quartal 2026 voraussichtlich einen Bereinigten Umsatz i.H.v. EUR 4.244 Mio. Das Bereinigte EBIT wird voraussichtlich EUR 50 Mio. betragen; dies entspricht einer Bereinigten EBIT-Marge von 1,2 %. Ohne die Auswirkungen des Vergleichs hätten der Bereinigte Umsatz im zweiten Quartal 2026 voraussichtlich EUR 4.307 Mio. und das Bereinigte EBIT voraussichtlich EUR 152 Mio. betragen; dies entspräche einer Bereinigten EBIT-Marge von 3,5 %. Der Normalisierte Freie Cashflow im zweiten Quartal 2026 wird voraussichtlich EUR -34 Mio. betragen und ist von der Zahlung des Vergleichsbetrags unberührt.
Der aktuelle Konsensus für das zweite Quartal 2026 erwartet einen Bereinigten Umsatz von EUR 4.413 Mio., ein Bereinigtes EBIT von EUR 137 Mio. und eine Bereinigte EBIT-Marge von 3,1 %.
Diese Kennzahlen basieren auf dem bislang ungeprüften Zwischenabschluss. Die vollständige Berichterstattung erfolgt planmäßig am 6. August 2026.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Gesellschaft unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebenen Auswirkungen des Vergleichs, auf Basis der Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026 und einer aktuellen Bewertung des Marktumfelds nunmehr eine Bereinigte EBIT-Marge in einer Bandbreite von 3,0 % bis 4,0 % anstelle der bislang erwarteten Bandbreite von 3,5 % bis 5,0 %. Zudem erwartet die Gesellschaft für das Gesamtjahr 2026 nunmehr einen Bereinigten Umsatz in einer Bandbreite von EUR 17,0 Mrd. bis EUR 17,5 Mrd. anstelle der bislang erwarteten Bandbreite von EUR 17,0 Mrd. bis EUR 18,5 Mrd. Der Normalisierte Freie Cashflow wird für das Geschäftsjahr 2026 nunmehr in einer Bandbreite von EUR 500 Mio. bis EUR 700 Mio. erwartet anstelle der bislang erwarteten Bandbreite von EUR 500 Mio. bis EUR 800 Mio.
Die Definitionen der vorstehend verwendeten Kennzahlen finden sich im Geschäftsbericht 2025 auf den Seiten 78 bis 80.
Kontaktdaten:
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