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ROUNDUP 3/Polens Führung: Flugobjekt war wahrscheinlich russische Rakete

Das in Polen abgestürzte Flugobjekt ist nach Einschätzung der Regierung in Warschau wahrscheinlich eine russische Rakete. "Nach Ansicht der Experten von der Armee deuten die meisten Spuren, darunter auch die gefundenen Trümmerteile, auf einen Marschflugkörper vom Typ CH-101", sagte Regierungschef Donald Tusk am Absturzort. Er wolle aber dem Ergebnis der laufenden Untersuchungen nicht vorgreifen.

Am frühen Morgen war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in Polens Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Der Absturzort nahe dem Ort Tarnawa Kolonia liegt südlich von Lublin und 90 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Das polnische Fernsehen zeigte Bilder von einem riesigen Krater in einem Feld, Anwohner berichteten von einem lauten Knall. Verletzt wurde niemand.

Tusk sagte weiter, eine Rakete vom Typ CH-101 sei in der Lage, große Sprengladungen zu tragen. "Es ist wahrscheinlich, dass es hier zu einer Explosion gekommen ist." Der beim Einschlag entstandene Krater habe einen Durchmesser von zehn Metern und eine Tiefe von fünf Metern. Tusk betonte, es gebe keinen Grund für die Annahme, dass Polen gezielt angegriffen worden sei.

Kampfjet befand sich direkt über der Rakete

General Ireneusz Nowak sagte, bereits vor Mitternacht habe die polnische Luftwaffe Anzeichen für einen bevorstehenden russischen Angriff auf die Ukraine bemerkt. Später ließ man Kampfjets vom Typ F-16 aufsteigen.

Der General sagte weiter, als das Flugobjekt im polnischen Luftraum entdeckt wurde, habe der Pilot eines F-16 den Befehl bekommen, in Richtung dieses Objekts zu fliegen, um es abzufangen und zu identifizieren. "Ich war die ganze Zeit bereit, den Befehl zum Abschuss zu geben." Am Ende habe sich der Kampfjetpilot direkt über der Rakete befunden, als diese auf dem Boden aufschlug./dhe/DP/zb

AXC0248 2026-07-30/13:30

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