EQS-Adhoc: adidas steigert Erlöse um 14 % und erreicht Rekordumsatz in Q2, hebt Umsatzprognose für Gesamtjahr an (deutsch)
adidas steigert Erlöse um 14 % und erreicht Rekordumsatz in Q2, hebt Umsatzprognose für Gesamtjahr an
EQS-Ad-hoc: adidas AG / Schlagwort(e): Prognose / Gesamtjahr/Geschäftszahlen / Quartal adidas steigert Erlöse um 14 % und erreicht Rekordumsatz in Q2, hebt Umsatzprognose für Gesamtjahr an
30.07.2026 / 07:28 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG Herzogenaurach, 30. Juli 2026
adidas steigert Erlöse um 14 % und erreicht Rekordumsatz in Q2, hebt Umsatzprognose für Gesamtjahr an
Wichtige Entwicklungen im zweiten Quartal 2026:
* Währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 % führt zu Rekordumsatz in Höhe von 6,7 Mrd. EUR
* Wachstum im DTC-Geschäft um 25 % mit zweistelligen Zuwächsen in allen Märkten spiegelt außergewöhnliche Verbrauchernachfrage und Produktdurchverkauf weltweit wider
* Umsatz in Performance wächst um 39% getrieben von Fußball und Running
* Bruttomarge verbessert sich um 0,8 Prozentpunkte auf 52,5 %
* Anstieg des Betriebsergebnisses um 5 % auf 574 Mio. EUR trotz der um 212 Mio. EUR höheren Marketinginvestitionen in erfolgreiche WM-Kampagnen und -Aktivierungen
* Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen steigt um 6 % auf 398 Mio. EUR
Wichtige Entwicklungen im ersten Halbjahr 2026:
* Währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 % führt zu Rekordumsatz in Höhe von 13,3 Mrd. EUR
* Anstieg des Betriebsergebnisses um 11 % auf 1.279 Mio. EUR spiegelt operative Marge von 9,6 % wider
* Erste Tranche des Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 500 Mio. EUR abgeschlossen, zweite Tranche gestartet
Angehobene Umsatzprognose für Gesamtjahr 2026:
* Umsatzsteigerung nun zwischen 9 % und 10 % erwartet (bisherige Prognose: Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich)
* Nach wie vor Anstieg des Betriebsergebnisses auf rund 2,3 Mrd. EUR erwartet
Ergebnisse des zweiten Quartals
14 % Umsatzwachstum getrieben durch anhaltende Marken- und Produktdynamik
Im zweiten Quartal 2026 stieg der währungsbereinigte Umsatz um 14 % im Vergleich zum Vorjahr. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 13 % auf 6.743 Mio. EUR (2025: 5.952 Mio. EUR), den bislang höchsten verzeichneten Umsatz des Unternehmens in einem Quartal.
Zweistelliges Wachstum bei Bekleidung dank weiter zunehmender und breiter gefächerter Markenattraktivität
Der Umsatz mit Bekleidung stieg im zweiten Quartal auf währungsbereinigter Basis um 35 %. Zweistelliges Wachstum bei Bekleidung in Fußball und Originals wurde ergänzt durch starke Zuwächse in Running, Training, Motorsport und den US-Sportarten, da sich die gestiegene Beliebtheit der Marke auf das gesamte Bekleidungsangebot ausdehnte. Während das Wachstum in Fußball durch die sehr erfolgreichen Kollektionen des Unternehmens zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 getrieben wurde, spiegelt das Wachstum in Originals die starke Verbrauchernachfrage nach den neuesten Kollektionen der Marke wider. Neben innovativen Updates bei Design, Style und Materialien ist die positive Resonanz der Konsument*innen auch auf den stärker lokal ausgerichteten Ansatz des Unternehmens zurückzuführen, im Rahmen dessen viele Produkte für lokale Bedürfnisse und die lokale Kultur designt werden. Der Umsatz mit Schuhen stieg um 1 %. Das innovative Schuhangebot sorgte für starkes zweistelliges Wachstum in mehreren Performance-Kategorien, insbesondere Running und Training. Während adidas auch in vielen Lifestyle-Schuhfamilien starkes Wachstum verzeichnete, blieb das Unternehmen in Bezug auf seinen übergreifenden Sell-in-Ansatz diszipliniert und konzentrierte sich darauf, den Verkauf seiner Lifestyle-Schuhe zum vollen Preis in einem von hohen verkaufsfördernden Aktivitäten geprägten Marktumfeld umsichtig zu steuern. Der Umsatz mit Accessoires legte ebenfalls zu und stieg im Quartal um 20 %. Dies spiegelt zweistellige Zuwächse in mehreren Kategorien wider.
Zweistelliger Umsatzanstieg in Performance mit außerordentlichem Wachstum in Fußball und Running
Der Umsatz in Performance stieg im zweiten Quartal auf währungsbereinigter Basis um 39 %, getrieben durch starke zweistellige Zuwächse in Fußball, Running und Motorsport sowie hohes einstelliges Wachstum in Training. Bei Fußball beschleunigte sich die Dynamik rund um adidas' bislang umfangreichste WM-Kollektion weiter. Die Spieloutfits umfassten Heim- und Auswärtstrikots für 14 teilnehmende Verbände, markante Pre-Match-Teamoutfits und den offiziellen Spielball Trionda. Darüber hinaus bediente sich adidas in seinem umfangreichen Archiv und brachte ikonische Nationaltrikots vergangener Turniere wieder auf den Markt. Retro-inspirierte Kollektionen wie Denim 94, eine eigene von der Weltmeisterschaft 1994 inspirierte US-Denim-Trikot-Serie, und historische Looks für mehrere andere Mannschaften gehörten zu den erfolgreichsten neu eingeführten Bekleidungsprodukten von adidas in dieser Saison. Unterdessen setzte Running sein Wachstum von rund 30 % fort. adidas Athlet Sabastian Sawe unterbot beim London Marathon die Zwei-Stunden-Marke mit dem weniger als 100 Gramm wiegenden Adizero Adios Pro Evo 3 und einem innovativen Climacool 3D-Kühl-Singlet. Die hohe Glaubwürdigkeit von Adizero steigerte die Nachfrage nach dem preisgekrönten Evo SL weiter, der bei einem breiten Spektrum an Läufer*innen äußerst beliebt ist und der im Quartal um weitere saisonale und marktspezifische Versionen ergänzt wurde. Darüber hinaus brachte die Marke erste zusätzliche Farbvarianten des Hyperboost Edge auf den Markt - das Modell für Freizeitläufer*innen, die Komfort und hohe Energierückgabe schätzen - und ging für seine Adizero Linie eine Partnerschaft mit Satisfy ein, was die Relevanz von adidas auch in kulturell geprägten Lauf-Communitys unterstreicht. Bei Training stärkte adidas seine Position im Bereich Hybrid Racing mit der Einführung der Adizero Dropset Elite und Pro Modelle. Diese wurden gemeinsam mit führenden Hybrid-Athlet*innen entwickelt und kamen bei Fitnessfans rund um den Globus sehr gut an. adidas verzeichnete weiterhin auch Zuwächse in Specialist Sports, zu denen Tennis, Schwimmen, Radfahren und viele lokal relevante Sportarten gehören. Dies spiegelt die vergrößerte Reichweite des Performance-Geschäfts der Marke wider.
Im Bereich Lifestyle stieg der Umsatz im Quartal um 2 %. Das Wachstum wurde angeführt durch zweistellige Zuwächse im Originals Bekleidungsgeschäft, da adidas seine Firebird und adicolor Kollektionen um aktualisierte Materialien und Prints erweiterte, darunter beliebte Trends wie Satin oder Punkte- und Blumenmuster. adidas brachte auch die Begeisterung für den Fußball von den Stadien auf die Straße. Zu den Highlights gehörten z.B. Willy Chavarria x FMF, eine Streetwear-Kollektion mit auffälligen Logos, die von der mexikanischen Fußballkultur inspiriert wurde, oder Thrasher x AFA, die den argentinischen Fußball mit einem führenden Skateboard-Medienportal vereint. Bei den Schuhklassikern blieb die Nachfrage nach dem Terrace Angebot der Marke gesund, unterstützt durch zusätzliche Farbvarianten und Materialien für beliebte Modelle wie den vom Ballett inspirierten Samba Jane und neue Variationen wie den Samba Mule mit seiner slipperähnlichen Silhouette oder den Handball Spezial Loafer. Das Wachstum im Low Profile Geschäft des Unternehmens beschleunigte sich, getrieben durch elegante Versionen der Modelle Tokyo, Taekwondo und Japan sowie Kollaborationen wie der Bad Bunny Flamboyán Ballerina. Auch der Superstar Look gewann weiter an Attraktivität, da sowohl die ikonische Schuhsilhouette als auch die ergänzenden Bekleidungsprodukte bei den Konsument*innen sehr gefragt waren. Im Lifestyle-Running-Bereich erweiterten zusätzliche Farbvarianten des Adistar XLG und Adistar Control 5 das Produktportfolio des Unternehmens. In Sportswear stellte adidas die Weiterentwicklung seiner Climacool Produktfamilie im Rahmen einer Innovationsveranstaltung in Shanghai vor und präsentierte dabei Einsatzmöglichkeiten der 3D-Drucktechnologie. Zudem wurde das kommerzielle Sortiment des Unternehmens, das das gesamte Produktangebot mit sportinspirierten Produkten zu günstigeren Preispunkten ergänzt, weiterhin gut angenommen.
Sehr starke Sell-out-Trends fördern zweistelliges DTC-Wachstum in allen Märkten
Der währungsbereinigte Umsatz im Direct-to-Consumer-(DTC-)Vertriebskanal stieg im zweiten Quartal um 25 %, getrieben durch den sehr starken Produktdurchverkauf, der die außergewöhnlich hohe Verbrauchernachfrage weltweit widerspiegelt. Im E-Commerce legte der Umsatz um 27 % zu, und der eigene Einzelhandel verzeichnete einen Anstieg um 23 %, mit sehr starkem zweistelligem Wachstum in allen Store-Formaten. Ein anhaltender Fokus auf Verkäufe zum vollen Preis unterstützte die positive Entwicklung der Bruttomarge im DTC-Geschäft weiter. Der Umsatz im Großhandel stieg um 6 %, da adidas, insbesondere in Europa, angesichts des unsicheren Konsumklimas und verstärkter Rabattaktivitäten im Markt seinen konservativen Ansatz zum Sell-in weiterverfolgte.
Zweistelliges Wachstum im DTC-Geschäft in allen Märkten
Der währungsbereinigte Umsatz stieg in China um 15 %, was weitere starke Marktanteilsgewinne widerspiegelt. Die Umsätze in Nordamerika (+17 %), Lateinamerika (+28 %) und Japan/Südkorea (+18 %) wuchsen ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich. In Emerging Markets erhöhte sich der Umsatz um 12 %, trotz Rückgängen in mehreren Ländern des Nahen Ostens. Europa verzeichnete ein Umsatzzuwachs von 6 %, da das Unternehmen an seinem konservativen Ansatz zum Sell-in an den Großhandel festhielt. Alle Märkte, einschließlich Europa, erzielten starkes zweistelliges Wachstum im DTC-Geschäft, getrieben durch zweistellige Zuwächse sowohl im eigenen Einzelhandel als auch im E-Commerce, was die sehr hohe Nachfrage nach dem gesamten Produktportfolio der Marke widerspiegelt.
Bruttomarge verbessert sich um 0,8 Prozentpunkte auf 52,5 %
Die Bruttomarge des Unternehmens stieg im zweiten Quartal um 0,8 Prozentpunkte auf 52,5 % (2025: 51,7 %). Ein gesunder Anteil an Verkäufen zum vollen Preis und ein vorteilhafterer Vertriebskanalmix trieben die Verbesserung der Bruttomarge. Zusätzlich erhielt das Unternehmen die erste geringe Rückerstattung zuvor entrichteter US-Zölle. Höhere Fracht- und Beschaffungskosten sowie höhere US-Zölle wirkten sich negativ auf die Entwicklung im Vorjahresvergleich aus.
Signifikante und wirkungsvolle Marketinginvestitionen über alle Märkte hinweg
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im zweiten Quartal um 17 % auf 2.983 Mio. EUR (2025: 2.549 Mio. EUR). Im Verhältnis zum Umsatz stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,4 Prozentpunkte auf 44,2 % (2025: 42,8 %). Die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen stiegen um 30 %, bzw. um 212 Mio. EUR absolut gesehen, auf 924 Mio. EUR (2025: 712 Mio. EUR), was signifikante Investitionen in die Marke widerspiegelt. adidas nutzte seine einzigartigen Möglichkeiten rund um die Fußball-WM, um Konsument*innen weltweit durch authentisches Storytelling, lokale Fan-Events, Einzelhandelsaktivierungen, reaktiven Content und das Feiern kultureller Momente einzubinden. Zu den Highlights gehörten die ,Backyard Legends'-Kampagne mit Markenpartnern wie Timothée Chalamet, Trinity Rodman, Lionel Messi, Lamine Yamal, Jude Bellingham und Bad Bunny. Insgesamt erzielte das WM-Marketing mehr als 9 Mrd. Aufrufe und über 400 Mio. Interaktionen im gesamten digitalen Ökosystem der Marke, was die Kampagne zur erfolgreichsten der Markengeschichte machte. Andere Aktivitäten während der WM umfassten lokale Aktivierungen für fußballbezogene Kollektionen in mehreren Märkten sowie die adidas ,Home of Soccer'-Fanzonen, die bei mehr als 250.000 Besucher*innen in mehreren Städten für Begeisterung sorgten. Neben den Investitionen im Zusammenhang mit der Fußball-WM unterstützte adidas auch wichtige Produkteinführungen, darunter die des Adizero Dropset Elite und Pro in Training, und stellte Fashion-Kollaborationen mit Partnern wie Rick Owens und Song for the Mute bei der Paris Fashion Week vor. Infolgedessen stiegen die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz um 1,7 Prozentpunkte auf 13,7 % (2025: 12,0 %).
DTC-bedingter Anstieg der Betriebsgemeinkosten
Die Betriebsgemeinkosten trugen auch zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei, die sich um 12 % auf 2.059 Mio. EUR erhöhten (2025: 1.837 Mio. EUR). Zusätzlich zu gestiegenen Versandkosten infolge des starken Anstiegs des E-Commerce-Volumens investierte das Unternehmen weiter in seine Distribution, um die starke Nachfrage in seinem DTC-Vertriebskanal zu bedienen. Gezielte Initiativen umfassten die Aufstockung des Personals in den eigenen Geschäften und Lagerhäusern, um ein hohes Service-Level für Konsument*innen und Partner zu gewährleisten, sowie die Einrichtung zusätzlicher Pop-up-Stores im Zusammenhang mit der Fußball-WM. Im Verhältnis zum Umsatz reduzierten sich die Betriebsgemeinkosten um 0,3 Prozentpunkte auf 30,5 % (2025: 30,9 %).
Betriebsergebnis steigt auf 574 Mio. EUR
Das Betriebsergebnis des Unternehmens stieg im zweiten Quartal um 5 % auf 574 Mio. EUR (2025: 546 Mio. EUR), trotz der signifikanten Investitionen in Kampagnen und Aktivierungen, die einen Anstieg der Marketingaufwendungen um mehr als 200 Mio. EUR nach sich zogen. Die operative Marge lag bei 8,5 % (2025: 9,2 %).
Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 398 Mio. EUR
Die Nettofinanzaufwendungen des Unternehmens gingen auf 44 Mio. EUR zurück (2025: 58 Mio. EUR), da negative Effekte im Zusammenhang mit der Hochinflation weniger ausgeprägt waren als im Vorjahresquartal. Die Steuerquote betrug 25,0 % (2025: 23,3 %). Infolgedessen stieg der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen des Unternehmens um 6 % auf 398 Mio. EUR (2025: 375 Mio. EUR). Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen beliefen sich damit auf 2,10 EUR (2025: 2,03 EUR).
Ergebnisse des ersten Halbjahrs
14 % währungsbereinigtes Umsatzwachstum aufgrund starker Markendynamik
Im ersten Halbjahr 2026 stieg der währungsbereinigte Umsatz um 14 %, bzw. 1,6 Mrd. EUR absolut gesehen, im Vergleich zum Vorjahr. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 10 % auf 13.335 Mio. EUR (2025: 12.105 Mio. EUR), da die Aufwertung des Euro gegenüber mehreren Währungen im ersten Halbjahr zu einem unvorteilhaften Umrechnungseffekt von fast 400 Mio. EUR führte.
Breit gefächertes Wachstum in allen Produktbereichen
Auf währungsbereinigter Basis stieg der Umsatz mit Bekleidung in den ersten sechs Monaten 2026 um 33 %, getrieben durch starkes zweistelliges Wachstum in Fußball, Originals, Running und Motorsport, neben Zuwächsen in Training und Sportswear. Der Umsatz mit Schuhen erhöhte sich um 2 %, trotz des konservativen Sell-in-Ansatzes des Unternehmens im Rahmen seiner anhaltenden Fokussierung auf Verkäufe zum vollen Preis in einem von verkaufsfördernden Aktivitäten geprägten Marktumfeld. Das breiter aufgestellte, umfassendere und innovative Produktsortiment ermöglichte zweistelliges Wachstum bei Schuhen in mehreren Performance-Kategorien, angeführt von Running, Training und Motorsport, begleitet von Wachstum in vielen Lifestyle-Schuhfamilien. Der Umsatz mit Accessoires stieg im ersten Halbjahr um 16 %.
Zweistelliger Umsatzanstieg in Performance und gesundes Wachstum in Lifestyle
Der Umsatz in Performance stieg im ersten Halbjahr 2026 auf währungsbereinigter Basis um 34 %, getrieben durch zweistellige Zuwächse in Fußball, Running und Motorsport, neben starken Zuwächsen in Training und Specialist Sports. In Lifestyle erhöhte sich der Umsatz um 4 %, was Zuwächse sowohl in Originals als auch in Sportswear widerspiegelt.
Starke Sell-out-Trends über alle Vertriebskanäle hinweg
Der währungsbereinigte Umsatz im Direct-to-Consumer-(DTC-)Vertriebskanal stieg im ersten Halbjahr 2026 um 23 %, getrieben durch sehr starkes zweistelliges Wachstum in allen Märkten. Innerhalb von DTC, legte der E-Commerce-Umsatz um 26 % zu, während der eigene Einzelhandel einen Anstieg um 21 % verzeichnete. Im Großhandel erhöhte sich der Umsatz um 7 %, da adidas einen konservativen Ansatz zum Sell-in beibehielt und seine Produktfamilien und die Realisierung von Verkäufen zum vollen Preis in einem allgemein von verkaufsfördernden Aktivitäten geprägten Marktumfeld schützte.
Breit gefächertes Umsatzwachstum in allen Märkten
Der währungsbereinigte Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten 2026 im zweistelligen Prozentbereich in Nordamerika (+15 %), China (+16 %), Emerging Markets (+11 %), Lateinamerika (+27 %) und Japan/Südkorea (+21 %). In Europa nahm der Umsatz um 6 % zu.
Bruttomarge trotz externem Gegenwind mit 51,8 % stabil
Die Bruttomarge des Unternehmens war im ersten Halbjahr 2026 mit 51,8 % stabil (2025: 51,9 %). Ein gesunder Anteil an Verkäufen zum vollen Preis und ein vorteilhafterer Geschäftsmix wurden durch höhere US-Zölle und unvorteilhafte Währungsentwicklungen aufgehoben.
Investitionen in Marke und Distribution
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 10 % auf 5.666 Mio. EUR (2025: 5.165 Mio. EUR), da das Unternehmen signifikant in seine Marketingaktivitäten und die Distribution investierte. Im Verhältnis zum Umsatz reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,2 Prozentpunkte auf 42,5 % (2025: 42,7 %). Die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen stiegen um 15 %, bzw. 222 Mio. EUR absolut gesehen, auf 1.680 Mio. EUR (2025: 1.458 Mio. EUR). Im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen um 0,6 Prozentpunkte auf 12,6 % (2025: 12,0 %). Die Betriebsgemeinkosten nahmen um 8 % auf 3.986 Mio. EUR zu (2025: 3.707 Mio. EUR). Im Verhältnis zum Umsatz gingen die Betriebsgemeinkosten um 0,7 Prozentpunkte auf 29,9 % zurück (2025: 30,6 %).
Betriebsergebnis verbessert sich stark auf 1.279 Mio. EUR
Das Betriebsergebnis des Unternehmens stieg in den ersten sechs Monaten 2026 um 11 % auf 1.279 Mio. EUR (2025: 1.156 Mio. EUR), was einer operativen Marge von 9,6 % entspricht (2025: 9,6 %).
Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 882 Mio. EUR
Die Nettofinanzaufwendungen des Unternehmens stiegen in der ersten Jahreshälfte 2026 auf 103 Mio. EUR (2025: 83 Mio. EUR) und die Steuerquote betrug 25,0 % (2025: 24,4 %). Infolgedessen stieg der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen des Unternehmens um 9 % auf 882 Mio. EUR (2025: 811 Mio. EUR). Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen beliefen sich damit auf 4,81 EUR (2025: 4,47 EUR).
Fortgesetzte Investitionen in das operative kurzfristige Betriebskapital
Die Vorräte stiegen zum 30. Juni 2026 um 13 % auf 5.969 Mio. EUR (2025: 5.261 Mio. EUR) und auf währungsbereinigter Basis um 12 %. Diese Entwicklung spiegelt die Entscheidung des Unternehmens wider, der Produktverfügbarkeit - insbesondere in Verbindung mit Produkten der Marke für die Fußball-WM - Vorrang vor der kurzfristigen Optimierung der Vorräte einzuräumen. Die überwiegende Mehrheit der Vorräte besteht aus Produkten für die aktuelle oder zukünftige Saisons. Das operative kurzfristige Betriebskapital nahm um 18 % auf 6.661 Mio. EUR (2025: 5.651 Mio. EUR) und währungsbereinigt um 16 % zu. Das durchschnittliche operative kurzfristige Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 24,0 % (2025: 20,7 %).
Verschuldungsgrad bei 1,6x
Die flüssigen Mittel erhöhten sich zum 30. Juni 2026 um 51 % auf 1.159 Mio. EUR (2025: 768 Mio. EUR). Der Anstieg ist auf den höheren Nettomittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit zurückzuführen und wurde teilweise durch Veränderungen beim operativen kurzfristigen Betriebskapital, die gestiegene Dividendenausschüttung in Höhe von 491 Mio. EUR und das Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens im Umfang von bis zu 1 Mrd. EUR im Jahr 2026, von dem 525 Mio. EUR in der ersten Jahreshälfte durchgeführt wurden, ausgeglichen. Die bereinigten Nettofinanzverbindlichkeiten erhöhten sich zum 30. Juni 2026 um 3 % auf 5.193 Mio. EUR (2025: 5.042 Mio. EUR). Der Anstieg der flüssigen Mittel wurde durch die Platzierung eines Bonds in Höhe von 500 Mio. EUR im Mai 2026 zur vorzeitigen Refinanzierung eines Bonds in Höhe von 400 Mio. EUR mit Fälligkeit im Oktober 2026 mehr als aufgehoben. Das Verhältnis der bereinigten Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA des Unternehmens verbesserte sich auf 1,6x (2025: 1,7x).
Ausblick für das Gesamtjahr
Währungsbereinigter Umsatzanstieg nun zwischen 9 % und 10 % erwartet
adidas hat infolge der besser als erwarteten Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erhöht. In einem Umfeld, das nach wie vor geprägt ist von makroökonomischen Herausforderungen, erhöhter Unsicherheit und verkaufsfördernden Aktivitäten im Markt, insbesondere in Europa, erwartet adidas nun für das Jahr 2026 einen währungsbereinigten Umsatzanstieg zwischen 9 % und 10 % (bisherige Prognose: Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich). Ermöglicht wird das über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstum des Unternehmens durch sein bewährtes Geschäftsmodell, das im Kern die Stärkung der Märkte sowie den klaren Fokus auf die Vorlieben lokaler Konsument*innen umfasst. Mit einer starken Produktpipeline über Produktbereiche und -kategorien hinweg, erheblich verbesserten Beziehungen zu Einzelhändlern sowie einem großen Portfolio an Markenpartner*innen aus Sport und Kultur verfügt adidas über alle Voraussetzungen, die starke Markendynamik und qualitativ hochwertiges Wachstum weiter voranzutreiben.
Verbesserung des Betriebsergebnisses auf rund 2,3 Mrd. EUR
Das Unternehmen geht weiterhin von einem Anstieg des Betriebsergebnisses auf ein Niveau von rund 2,3 Mrd. EUR aus. adidas ist entschlossen, in Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu investieren, um die Markendynamik und qualitativ hochwertiges Umsatzwachstum über dieses Jahr hinaus zu fördern. Dazu gehören Partnerschaften mit Teams und Athlet*innen in großen globalen sowie kleineren lokalen Sportarten, Aktivierungen rund um Sport- und Kulturveranstaltungen in allen Märkten, die Unterstützung von Produkteinführungen, Initiativen zur weiteren Stärkung der Beziehungen zu den Einzelhändlern und Maßnahmen, um die starke Nachfrage in den DTC-Vertriebskanälen zu bedienen. Potenzielle zukünftige
Erstattungen von US-Zöllen sind in der Prognose für das Gesamtjahr nicht enthalten.
Aufgrund des Bilanzierungsansatzes des Unternehmens hat adidas im zweiten Quartal nur einen geringen Ergebnisbeitrag aus den ersten erhaltenen US-Zollerstattungen erfasst. Potenzielle Erstattungen in Höhe von 250 Mio. US-Dollar bis 300 Mio. US-Dollar, die möglicherweise künftig realisiert werden können, sind in der Prognose des Unternehmens für das Gesamtjahr nicht berücksichtigt.
Veränderungen im Vorstand
Birgit Kretschmer folgt Harm Ohlmeyer als CFO von adidas
Der adidas Aufsichtsrat hat Birgit Kretschmer mit Wirkung zum 1. September 2026 in den Vorstand des Unternehmens berufen. Sie wird zum Ende des Jahres die Nachfolge von Harm Ohlmeyer als Finanzvorstand (CFO) des Unternehmens antreten, nachdem Ohlmeyer den Aufsichtsrat über seine Entscheidung informiert hatte, sein Vorstandsmandat über die aktuelle Vertragsdauer hinaus nicht zu verlängern. Ohlmeyer, der bei der Nachfolgeplanung eng mit dem Vorstandsvorsitzenden Bjørn Gulden sowie dem Aufsichtsrat zusammengearbeitet hat, ist seit fast 30 Jahren bei adidas beschäftigt und fungierte seit 2017 als Finanzvorstand des Unternehmens.
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adidas verwendet im Rahmen seiner Regel- und Pflichtpublikationen alternative Leistungskennzahlen (,Alternative Performance Measures' - ,APM'), die sogenannte Non-GAAP-Measures sein können. Eine Übersicht dieser alternativen Leistungskennzahlen findet sich auf adidas-group.com/finanzpublikationen.
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AXC0059 2026-07-30/07:28