Wiener Börse (Eröffnung) - ATX bei minus 0,16 Prozent / Lenzing verlieren massiv
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Die Wiener Börse ist mit Abgaben in den Dienstag gestartet. Der Leitindex ATX verlor knapp eine halbe Stunde nach Handelsstart 0,16 Prozent auf 6.346.37 Punkte. Der weiter gefasste ATX Prime gab 0,14 Prozent auf 3.1236,95 Zähler nach. Belastet wird der ATX durch schwache Energiewerte und einen massiven Verlust der Aktien des Faserherstellers Lenzing. Die europäischen Börsen hingegen bewegen sich im Gewinnbereich.
International stehen heute in den USA neben dem Richmond-Fed-Index das Verbrauchervertrauen des Conference Boards auf dem Programm, bevor am Mittwoch die US-Notenbank über das weitere geldpolitische Vorgehen zu entscheiden hat.
Für etwas Entspannung und fallende Ölpreise sorgt die Situation im Nahen Osten. Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Angriffe zwischen dem Iran und den USA hat sich US-Präsident Donald Trump nämlich einmal mehr zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung geäußert. Trump sprach von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran - das allerdings direkte Gespräche weiterhin dementierte.
In Österreich kommen heute Vormittag die Anteilscheine von Lenzing unter die Räder. Der Faserhersteller hatte gestern bekanntgegeben, bis Ende 2027 rund 2.000 Jobs abzubauen. An den Standorten Heiligenkreuz im Burgenland und in Grimsby in England läuft laut Lenzing die Faserproduktion bis Ende 2027 aus. Lenzing gaben bisher 16,8 Prozent ab. Für die Analysten der Deutsche Bank Research kommt der Absturz nicht überraschend. Sie haben in einem Kommentar eine negative Börsenreaktion auf die gestrige Ankündigung erwartet, sehen eine strategische Neuausrichtung nach mehreren Verlustjahren des Konzerns aber generell positiv.
Auch Palfinger gaben starke 9,4 Prozent nach. Der Salzburger Kranhersteller Palfinger hat im zweiten Quartal die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren bekommen. Dennoch sank der Konzerngewinn im ersten Halbjahr nur leicht um 4 Prozent auf 48 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf rund 1,17 Mrd. Euro. "Die Marktunsicherheit hat im zweiten Quartal 2026 spürbar zugenommen und Investitionsentscheidungen in wichtigen Märkten verzögert", so Palfinger-Chef Andreas Klauser.
Weiter im Minus finden sich auch die Papiere von AT&S, die weitere Gewinnmitnahmen spüren. AT&S verloren bisher 2,9 Prozent.
Die sinkenden Ölpreise drücken zudem auf die Kurse der heimischen Energiewerte. SBO verloren 2,8 Prozent, Verbund 0,9 und OMV 0,6 Prozent.
Die Aktien des Caterers Do&Co werden heute ex-Dividende gehandelt und lagen bei minus 0,5 Prozent.
moe/prdab
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