dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 27.07.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: VW-Tochter Porsche streicht weitere 5.000 Stellen
STUTTGART - Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG
streicht bis 2035 weitere 5.000 Stellen in der Region
Stuttgart. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen
und das Entwicklungszentrum im nahen Weissach. Im Gegenzug wird die
Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert.
Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen, wie
das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat mitteilten. Die im MDax
notierte Vorzugsaktie bewegte sich infolge der
Bekanntgabe kaum und lag weiter ein halbes Prozent im Minus. Über
den Umfang des Sparpakets war bereits in Medien wie dem "Manager
Magazin" berichtet worden.
ROUNDUP: Hochtief setzt dank KI-Booms Wachstumskurs fort -
Gewinnziel erhöht
ESSEN - Der Baukonzern Hochtief profitiert weiterhin
von einer hohen Nachfrage nach Rechenzentren. Umsatz und operative
Ergebnisse legten zweiten Quartal zu. "In allen unseren Märkten
sehen wir eine anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur", sagte
Unternehmenschef Juan Santamaría Cases, der auch Chef der
Hochtief-Mutter ACS ist, am Montag laut einer
Mitteilung. In Deutschland würden sich durch verstärkte
Investitionen in die Verkehrs-, Energie- und digitale Infrastruktur
zusätzliche Chancen ergeben. Das Gewinnziel für das laufende Jahr
hatte das Unternehmen zuvor in einer separaten Mitteilung erhöht.
Probleme China und Naher Osten: VW-Tochter Audi kappt die Prognose
INGOLSTADT - Die VW-Tochter Audi hat weiter Probleme und kappt ihre
Prognose. Angesichts eines immer schwieriger werdenden Marktes in
China und der Eskalation im Nahen Osten erwartet der Autobauer im
laufenden Jahr weniger Umsatz und Rendite, wie er am Montag
mitteilte. Der Gewinn im zweiten Quartal sank um rund 21 Prozent auf
563 Millionen Euro nach Steuern. Die Zahlen betreffen Audi als
Teilkonzern von Volkswagen - schließen also
Lamborghini, Bentley und Ducati ein.
ROUNDUP: Vodafone steigert Umsatz und Gewinn - Jahresziel um Zukauf
angehoben
LONDON - Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone
hat im ersten Geschäftsquartal 2026/27 den Umsatz
gesteigert und mehr verdient. Den Jahresausblick aktualisierten die
Briten um den Zukauf Safaricom und peilen nach dem guten Jahresstart
nun zudem das obere Ende der Zielspannen an. Die Vodafone-Aktien
legten am Montag zuletzt um vier Prozent zu.
Toyota steigt bei Brennstoffzellen-Firma Cellcentric ein
KIRCHHEIM UNTER TECK - Toyota steigt bei dem
Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric ein. Der japanische
Autokonzern wird gleichberechtigter Partner und Anteilseigner. Dazu
wurde eine verbindliche Vereinbarung zwischen Daimler Truck
, Volvo, Cellcentric und Toyota unterzeichnet worden,
wie die Partner gemeinsam mitteilten. Künftig werde jeder
Gesellschafter ein Drittel der Anteile halten. Die Transaktion soll
spätestens Anfang 2027 abgeschlossen sein. Die Freigabe der Behörden
steht aber noch aus.
Langsameres Wachstum - Shein gibt Einblick vor Börsengang
HONGKONG - Vor ihrem anvisierten Börsengang in Hongkong hat die
Online-Plattform Shein schwache Geschäftszahlen öffentlich gemacht.
Wie aus einer Mitteilung an der Hongkonger Börse hervorging,
verzeichnete das aus China stammende Unternehmen in den ersten drei
Monaten dieses Jahres einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar
(derzeit etwa 86,8 Mio Euro).
Krebsmittel treiben Wachstum von Astrazeneca an - Aktie steigt
LONDON - Der Pharmakonzern Astrazeneca hat im zweiten
Quartal zugelegt. So stieg der Umsatz um sechs Prozent auf rund 15,4
Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Montag in London
mitteilte. Dabei profitierte Astrazeneca von steigenden Verkäufen
von Krebsmedikamenten und Arzneimitteln für seltene Krankheiten.
Dies konnte den Gegenwind aus dem Patentverlust für das Mittel
Farxiga in den USA mehr als ausgleichen. Das operative Ergebnis
legte um 12 Prozent auf knapp 5,2 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro)
zu, das Ergebnis je Aktie sogar um rund ein Fünftel auf 2,63 Dollar.
Das war mehr als von Analysten erwartet. Der Aktienkurs stieg nach
Handelsstart in London um 1,4 Prozent.
Argenx kauft Forte Biosciences - Erweiterung der
Immunologie-Pipeline
AMSTERDAM - Argenx verstärkt seine
Immunologie-Pipeline mit einem Zukauf in den USA. Der
Biotechspezialist hat eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf des
US-Unternehmens Forte Biosciences für 77 US-Dollar je Aktie in bar
geschlossen, wie das im EuroStoxx 50 notierte
Unternehmen am Montag in Amsterdam mitteilte. Der Deal bewerte das
Eigenkapital von Forte Biosciences mit rund 2,2 Milliarden US-Dollar
(1,9 Mrd Euro). Zuletzt hatte die Aktie im US-Handel mit knapp 55
Dollar geschlossen. Noch bis in den Juli hinein war der Kurs
allerdings um die 20 Dollar gependelt, bevor positive Studiendaten
den Wert anfachten.