APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Mindestens zehn Tote bei russischem Luftangriff auf Kiew
St. Petersburg/Kiew (Kyjiw)/Moskau - Bei einem russischen Raketenangriff in der ukrainischen Hauptstadt-Region Kiew sind mindestens zehn Menschen getötet und fast 100 weitere Menschen verletzt worden. Der Angriff mit einer ballistischen Rakete traf demnach ein Gelände, auf dem eine Veranstaltung der Rüstungsindustrie stattfand, wie ukrainische Behörden und Branchenvertreter am Freitag mitteilten. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte viaTelegram, ein Rettungseinsatz in der Region Kiew sei im Gange.
Trudeau fordert von Europa harte Kante gegenüber der USA
Wien/Washington - Der frühere kanadische Premierminister Justin Trudeau warnt Europa davor, der US-Regierung unter Donald Trump Zugeständnisse zu machen. Wer die USA beschwichtigen wolle, werde feststellen, dass sie "immer mehr wollen", erklärte er am Freitag beim Salzburg Summit der Industriellenvereinigung (IV). Zudem mahnte er vor einem Erodieren der regelbasierten Weltordnung, einem Erstarken des iranischen Regimes und einem auch noch so geringen Kriegsgewinn Russlands in der Ukraine.
Ruck ist verwundert über ÖVP-Ausschlusspläne
Wien - Der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, der seit einigen Tagen wegen kolportierter, im kleinen Kreis getätigter Aussagen in der Kritik steht, hat sich am Freitag "verwundert" über Parteiausschluss-Pläne gezeigt. Laut Wiener Wirtschaftsbund hat Ruck dies in einem Schreiben an den ÖVP-Bundesparteivorstand zum Ausdruck gebracht, der am Freitagabend tagen soll. Ruck beklagt in dem Brief eine "Kampagne" gegen die Selbstverwaltung und gegen seine Person.
Notre-Dame in Paris erhält im Herbst neue Fenster
Paris - Die bei einem Brand im Jahr 2019 schwer beschädigte Pariser Kathedrale Notre-Dame soll im Herbst neue Fenster erhalten. Die sechs von der Künstlerin Claire Tabouret entworfenen Glasfenster werden zwischen Oktober und November eingebaut und im Dezember der Öffentlichkeit präsentiert, wie die für die Restaurierungsarbeiten zuständige Behörde am Donnerstag mitteilte. Das Vorhaben wird von einigen Denkmalschützern kritisiert.
Doskozil nach Kehlkopfentfernung zurück in Öffentlichkeit
Eisenstadt - Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat sich nach seiner Kehlkopfentfernung im April am Freitag zum ersten Mal öffentlich zu Wort gemeldet. Doskozil besitzt nun eine Stimmprothese und klingt damit recht tief. Das Luftholen, das ihm vor der Operation bereits sehr schwer fiel, fällt nun weg. Der Landeshauptmann erklärte, sich laufend mit der Nachrichtenlage auseinandergesetzt und sich mitunter geärgert zu haben - etwa über die Gesundheitspolitik.
Varta von Austro-Investor Tojner meldet Insolvenz an
Ellwangen/Wien - Der deutsche Batteriehersteller Varta, an dem der österreichische Investor Michael Tojner zu 50 Prozent beteiligt ist, hat beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenz angemeldet. Ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung wurde bereits bewilligt, teilte ein Sprecher von Tojners Montana-Gruppe mit. Tojner und der Sportwagenbauer Porsche, der die anderen 50 Prozent hält, waren laut Medienberichten nicht mehr bereit, das neuerlich in Schieflage geratene Unternehmen zu finanzieren.
Grüne fordern neuen Entwurf für Bundesstaatsanwaltschaft
Wien - Die Grünen fordern die Regierung auf, einen neuen Gesetzesentwurf für die Bundesstaatsanwaltschaft vorzulegen. Die Koalition betreibe Etikettenschwindel, kritisierte Justizsprecherin Alma Zadić am Freitag. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die die Justizministerin als oberste Weisungsspitze der Justiz ablösen soll, sei laut dem aktuellen Entwurf nicht von der Politik unabhängig. Für den Beschluss ist eine Zweidrittelmehrheit nötig, die es mit den Grünen so nicht geben werde.
Wehrpflicht-Verhandlungen auch am Wochenende
Wien - Zwar soll die Reform der Wehrpflicht beim Sommerministerrat am Montag in einer Salzburger Kaserne präsentiert werden, in trockenen Tüchern ist sie aber noch lange nicht. Derzeit verhandeln die Koalitionsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS weiterhin über die konkrete Ausgestaltung. Knackpunkt ist derzeit, wie mit dem Zivildienst umgegangen wird. Wie aus allen Parteien zu hören war, dürfte auch am Wochenende weiter verhandelt werden.
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red