Die wichtigsten
asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag deutlich nachgegeben.
Dabei standen besonders die technologielastigeren Börsen unter
Druck.
Halbleiterwerte reagierten dabei auf die schwachen Vorgaben aus den
USA. Die anhaltenden militärischen Schläge im Iran und der hohe
Ölpreise belasteten über die Inflationsseite und steigende Renditen
an Anleihemärkten. "Wachstumsaktien leiden besonders unter
aufkommender Inflation", stellte Marktanalyst Jochen Stanzl von der
Consorsbank fest. "Ihre Gewinne liegen in der Zukunft und sind bei
höheren Teuerungsraten heute weniger wert - weil der Zins steigt."
Der volatile südkoreanische Leitindex Kospi sank um
5,7 Prozent. Die im Wochenverlauf aufgebauten Gewinne wurden damit
wieder abgegeben. Samsung und Hynix lagen auffallend
im Minus. Sie litten damit nicht nur unter der Schwäche des
Halbleitersektors, sondern reagierte auch auf Verkäufe durch Hedge
Fonds, die so Mittel für den anstehenden Börsengang des
Speicherchipherstellers CXMT Corp in China aufbauen wollen.
Japanische Aktien standen ebenfalls unter Druck. Der Nikkei 225
verlor 2,73 Prozent auf 64.611,15
Punkte. Unter Druck standen dabei Werte wie Softbank .
Inflationsdaten für Juni bewegten sich zwar im Rahmen der
Erwartungen, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten.
Dies änderte aber nichts an den neu entstandenen Inflations- und
Zinssorgen.
Auch die chinesischen Börsen schwächelten. Der Hang-Seng-Index
der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor 1,3
Prozent, während der CSI-300-Index mit den
wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen um 1,4 Prozent
fiel.
Nicht ganz so stark waren die Abgaben in Australien. Der Leitindex
S&P ASX 200 sank um 0,75 Prozent auf 8.772,30 Punkte.
Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf
Einkaufsmanagerindizes von S&P, die besser als erwartet ausgefallen
seien./mf/mis