Verdi warnt vor Folgen des Jobabbaus beim Mobilfunker O2
Wegen drastischer Einsparungen geht die
Gewerkschaft Verdi mit dem Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica
In einer alternden Gesellschaft steige der Beratungsbedarf für digitale Services und moderne Endgeräte, sagt der Gewerkschafter. "Die Kostensenkungen kommen zur Unzeit: Persönliche Beratung in Shops und am Telefon sind wichtiger denn je - anstatt den Kundenservice zu stärken und 02 durch Beratungsqualität von den Wettbewerbern zu differenzieren, schwächt man mit den geplanten Einsparungen die ausgezeichnete Arbeit der Mitarbeiter." Dadurch könnte O2 es bei Bestandskunden und potenziellen Neukunden schwerer haben, warnt Heil.
Der Gewerkschafter sieht den spanischen Mutterkonzern Telefónica in der Pflicht, um in die Deutschlandtochter zu investieren und fit zu machen für den Wettbewerb. Doch statt zu investieren, diktiere Madrid einfach Kostensenkungen. "Ich erkenne da bislang keine nachhaltige Strategie für eine bessere Zukunft von O2 Deutschland."
O2 Telefónica hatte im Januar 6820 Vollzeitstellen, bis Ende 2026 sollen bis zu 1100 wegfallen und etwa 60 der rund 800 Shops wegfallen. Für die Beschäftigten liegen Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Nächstes Jahr soll es eine zweite Phase der Kostensenkungen geben, dann sollen weitere Jobs wegfallen und der Vertrieb könnte erneut betroffen sein. Die Firma begründet den Schritt mit einer notwendigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
O2 Telefónica ist unter Druck, die Firma hat in den Jahren 2024 und
2025 seinen größten Kunden 1&1
Während die Wettbewerber Deutsche Telekom
ISIN DE0005545503 ES0178430E18 DE0005557508 GB00BH4HKS39
AXC0026 2026-07-23/06:27
Relevante Links: 1&1 AG, Deutsche Telekom AG, Telefónica S.A., Vodafone Group plc