ROUNDUP/Aktien New York: Abwarten vor Zahlen von Alphabet und Tesla
Vor den nachbörslich anstehenden
Quartalsbilanzen mehrerer Tech-Schwergewichte haben sich die Anleger
an den US-Börsen am Mittwoch zurückgehalten. Neben Texas Instruments
und IBM legen mit Alphabet und Tesla dabei auch zwei der
"Magnificent 7" ihre Zahlen vor. Vor allem diese beiden dürften dann
erst einmal die Richtung für den Technologiesektor und die Stimmung
an den Märkten vorgeben, wie Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom
Broker Robomarkets erwartet.
"Nach der KI-Euphorie der vergangenen Monate zählt jetzt nicht mehr
die Fantasie, sondern die Realität", sagte er. "Die Börse will
steigende Umsätze, kräftige Gewinne und vor allem einen
optimistischen Ausblick sehen. Wer liefert, wird belohnt. Wer
enttäuscht, wird abgestraft."
Im Fokus bleiben außerdem die kriegerischen Auseinandersetzungen in
Nahost, die trotz weiter deutlich steigender Ölpreise an den Börsen
derzeit "erstaunlich entspannt" beobachtet würden, wie Molnar
ergänzte.
Rund zweieinhalb Stunden vor dem Börsenschluss zeigte sich der von
großen Tech-Konzernen dominierte Nasdaq 100 stabil
bei 29.156 Punkten, nachdem er tags zuvor um fast zwei Prozent
gestiegen war. Der überwiegend mit Standardwerten bestückte
Wall-Street-Index Dow Jones Industrial gewann am
Mittwoch 0,3 Prozent auf 52.362 Punkte. Der marktbreite S&P 500
stieg um 0,2 Prozent auf 7.520 Zähler.
Die Saison der Quartalsbilanzen nimmt zunehmend Fahrt auf, doch um
Alphabet und Tesla blieb es aktuell
noch ruhig. Sie zeigten sich kaum verändert. IBM
büßten 1,2 Prozent ein, da Analysten mit einer Senkung der
Jahresprognose rechnen. Texas Instruments gewannen
1,3 Prozent.
Für die Aktien von AT&T ging es um 2,7 Prozent nach
oben. Der Telekomkonzern gewann im zweiten Quartal im
Mobilfunkgeschäft fast ein Drittel mehr Neukunden als erwartet.
Mit etwas mehr als 6 Prozent sprangen die Anteilscheine von Philip
Morris zeitweise auf ein Rekordhoch knapp unter 200
US-Dollar, bevor sie zuletzt noch um 3,6 Prozent zulegten. Umsatz
und operativer Gewinn des Tabakkonzerns übertrafen im zweiten
Quartal die durchschnittlichen Analystenschätzungen.
Für die Papiere von GE Vernova ging es dagegen um 8,0
Prozent abwärts. Zwar hob der Energietechnikkonzern sein
Jahresumsatzziel an, enttäuschte aber mit seinem
Windkraftanlagen-Geschäft. Dort weitete sich der Verlust im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus, was Anleger nach der Kursrally
seit Jahresbeginn von 65 Prozent zum Anlass nahmen, Gewinne
mitzunehmen.
In den Blick rückten zudem die Aktien von AMD , die
nach einem zögerlichen Start um 2,2 Prozent stiegen. Der
Halbleiterhersteller und der KI-Forschungskonzern Anthropic
kündigten eine strategische Partnerschaft zum Einsatz von AMD-GPUs
mit einer Gesamtleistung von bis zu 2 Gigawatt an. Zudem hat AMD
künftige Eigenkapitalinvestitionen in Anthropic in Höhe von bis zu 5
Milliarden Dollar zugesagt./ck/he